Altstadtcafé in Stade
Altstadtcafé in Stade
Altstadtcafé in Stade
Altstadtcafé Stade: Kaffeepause im historischen Hökerhus
Schon der Weg ins Altstadtcafé ist ungewöhnlich. Von der Hökerstraße geht es durch einen schmalen Durchgang hinein in das alte Fachwerkhaus und anschließend hinauf ins Café. Wer hier frühstückt, Kaffee trinkt oder etwas isst, sitzt mitten in einem Stück Stader Geschichte.
Wir waren während unserer Tour durch Stade dort und haben eine kleine Vesper beziehungsweise ein kleines Frühstück probiert. Verschiedene Brötchen und Beilagen kamen auf den Tisch, alles war lecker und wir wurden sehr freundlich bedient. Nach einigen Stunden zu Fuß durch Stade war das genau die richtige Pause.
Das Besondere ist für uns aber eindeutig das Haus.
Frühstücken in einem alten Stader Kaufmannshaus
Das Altstadtcafé befindet sich im Hökerhus in der Hökerstraße 29. Seine Geschichte reicht bis ins Spätmittelalter zurück. Die reich verzierte Fachwerkfassade stammt von 1650, und selbst den großen Stader Stadtbrand von 1659 hat das Gebäude überstanden.
Auch innen kann man noch erkennen, dass dieses Haus einmal ganz anders genutzt wurde. Der schmale Durchgang führt in die ehemalige hohe Kaufmannsdiele. Die Hökerstraße gehörte zur alten Handelsachse zwischen Fischmarkt und Altstadt. Höker und Krämer gingen hier ihren Geschäften nach. Als erster bekannter Eigentümer des Hauses ist der Seidenkrämer Johannes Pragemann überliefert; ein späterer Besitzer war vermutlich im Tuchhandel tätig.
Wenn man vorher etwas über Stades Zeit als Handelsstadt erfahren hat, bekommt so ein Haus noch einmal eine andere Bedeutung. Plötzlich steht man nicht nur vor einer schönen Fachwerkfassade, sondern mitten in einem Gebäude, in dem diese Geschichte tatsächlich stattgefunden hat.
Die alte Passage sollte man sich ansehen
Uns ist dieser Teil des Hökerhus sofort aufgefallen. Altes Fachwerk, Backstein, die schmale Passage und dahinter die hohe ehemalige Kaufmannsdiele – das sieht man in einem Café nicht alle Tage.
Wer historische Gebäude mag, sollte deshalb nicht einfach schnurstracks nach oben gehen. Einmal unten stehen bleiben und sich umschauen lohnt sich. Auch die Fassade mit ihren Verzierungen und Erkern gehört zu den historischen Details, die Stade seinen besonderen Charakter geben.
Das Altstadtcafé selbst gibt es seit 1991 und wird inzwischen in zweiter Generation geführt.
Frühstück, Kuchen und norddeutsche Küche
Wir selbst können das kleine Frühstück beziehungsweise unsere Vesper beurteilen – und die hat uns geschmeckt. Wer ausgiebiger frühstücken möchte, kann auch das Frühstücksbuffet wählen. Dazu kommen hausgemachte Kuchen und Torten sowie eine kleine warme Küche.
Auf der Speisekarte finden sich auch einige Gerichte, die gut in den Norden passen: Matjes und andere Fischgerichte, eine Stader Fischplatte und Bauernfrühstück. Die haben wir bei unserem Besuch nicht selbst probiert, deshalb können wir über den Geschmack nichts sagen. Interessant finden wir die Kombination trotzdem: norddeutsche Küche in einem alten Stader Kaufmannshaus.
Preislich liegt das Altstadtcafé für uns in einem angenehmen, moderaten Bereich. Gerade während eines Tages in Stade kann man hier unkompliziert frühstücken, Kaffee trinken oder etwas Warmes essen.
Für wen lohnt sich das Altstadtcafé?
Für Familien: Gut geeignet. Die Atmosphäre ist unkompliziert und die Auswahl reicht vom Frühstück über Kuchen bis zu warmen Gerichten.
Für Paare und Freunde: Schön für ein gemeinsames Frühstück oder eine gemütliche Pause während eines Altstadtbummels.
Für Geschichts- und Fachwerkfans: Unbedingt ansehen. Die ehemalige Kaufmannsdiele, die Passage und das historische Fachwerk machen den Ort für uns besonders.
Für Freunde norddeutscher Küche: Einen Blick auf die Speisekarte werfen. Matjes, Fisch und Bauernfrühstück passen zur Region – auch wenn wir diese Gerichte selbst noch nicht getestet haben.
Das Besondere: Man sitzt nicht einfach in einem Café in der Stader Altstadt, sondern in einem historischen Kaufmannshaus, dessen Geschichte bis ins Spätmittelalter zurückreicht.
Preisklasse: €€ – moderat. Wir fanden die Preise für Angebot und Lage in Ordnung.
Unser Framania-Fazit
Das Altstadtcafé würden wir schon wegen des Hökerhus empfehlen. Unsere kleine Vesper war lecker, der Service sehr freundlich und oben sitzt man gemütlich. In Erinnerung geblieben ist uns aber vor allem das historische Haus.
Wer Stade besucht und alte Fachwerkhäuser mag, sollte deshalb nicht nur an der Fassade vorbeilaufen. Durch die Passage gehen, unten ein bisschen umschauen und anschließend oben eine Pause machen – das gehört für uns zu einem schönen Tag in der Stader Altstadt dazu.
Beim nächsten Besuch würden wir wiederkommen. Dann vielleicht mit etwas mehr Hunger auf eines der norddeutschen Gerichte.
Altstadtcafé Stade
Hökerstraße 29
21682 Stade