Airbus selbst fliegen in Hamburg
Einmal auf dem Platz des Piloten sitzen
Vor einem liegen Schubhebel, Instrumente und die große Cockpitscheibe, dahinter beginnt die virtuelle Startbahn. Dann setzt sich nicht nur das Flugzeug auf dem Bildschirm in Bewegung. Auch das Cockpit reagiert auf das Flugmanöver.
In Hamburg kann man in einem Airbus-A320-Flugsimulator selbst auf dem Pilotensitz Platz nehmen und ausprobieren, wie Start, Flug und Landung aus dem Cockpit erlebt werden. Das Besondere an diesem Simulator ist sein Full-Motion-System: Das mehrere Tonnen schwere Cockpit kann bewegt werden und vermittelt dadurch nicht nur optisch, sondern auch körperlich einen Eindruck vom Fliegen.
Wer einmal selbst einen Airbus fliegen möchte, bekommt hier also mehr als einen großen Bildschirm und einen Steuerknüppel. Für eine Weile wechselt man tatsächlich die Perspektive und übernimmt Aufgaben, die sonst vorne hinter der verschlossenen Cockpittür stattfinden.
Wie funktioniert der Airbus-Flugsimulator?
Bevor der virtuelle Airbus die Startbahn entlangrollt, gibt es eine Einweisung. Dabei werden die wichtigsten Instrumente und Bedienelemente erklärt. Vorkenntnisse oder eine Pilotenausbildung sind nicht erforderlich.
Anschließend nimmt man im Cockpit Platz. Begleitet wird der Flug von einem Instruktor, der erklärt, was wann zu tun ist und bei den einzelnen Flugphasen unterstützt.
Je nach gebuchtem Programm können unterschiedliche Situationen ausprobiert werden. Dazu gehören Starts und Landungen ebenso wie Kurven, Steig- und Sinkflug oder der Anflug auf einen Flughafen.
Gerade die Landung dürfte für viele der Moment sein, auf den sie gewartet haben: Landebahn ausrichten, Geschwindigkeit kontrollieren, Maschine herunterbringen und möglichst dort aufsetzen, wo sie hingehört.
Was bedeutet Full Motion?
Ein gewöhnlicher Flugsimulator erzeugt das Fluggefühl hauptsächlich über die Darstellung vor dem Cockpit. Beim Full-Motion-Simulator kommt Bewegung hinzu.
Das Airbus-Cockpit in Hamburg befindet sich auf einem Bewegungssystem. Flugmanöver werden dadurch nicht ausschließlich gesehen. Bewegungen und Lageänderungen der simulierten Maschine können auch körperlich wahrgenommen werden.
Das verändert das Erlebnis erheblich. Beschleunigung, Kurven oder Veränderungen der Fluglage werden nicht mehr nur über Instrumente und Außenansicht vermittelt. Das Cockpit reagiert mit.
Gerade dieser Unterschied macht den Full-Motion-Flugsimulator in Hamburg für unsere Auswahl interessant.
Wie realistisch ist das Cockpit?
Hier sitzt man nicht vor einem normalen Computer mit Joystick. Der Hamburger Simulator basiert auf einem Airbus-A320-Cockpit und ist darauf ausgelegt, die Arbeitsumgebung im Cockpit möglichst wirklichkeitsnah abzubilden.
Instrumente, Anzeigen und Bedienelemente sorgen dafür, dass man schnell versteht, wie komplex selbst ein vermeintlich einfacher Start tatsächlich ist.
Für Besucher geht es allerdings nicht darum, innerhalb weniger Minuten sämtliche Systeme eines Verkehrsflugzeugs zu beherrschen. Der Instruktor reduziert die Abläufe auf das, was für den jeweiligen Flug notwendig ist. Dadurch können auch Menschen ohne fliegerische Vorkenntnisse selbst steuern.
Welche Flughäfen kann man anfliegen?
Ein Simulator hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem echten Verkehrsflugzeug: Für den nächsten Flughafen muss man nicht erst mehrere Stunden unterwegs sein.
Je nach System und gewähltem Szenario lassen sich unterschiedliche Flughäfen und Flugbedingungen darstellen. Dadurch kann aus einem vergleichsweise kurzen Simulatorflug beispielsweise ein Start an einem bekannten internationalen Flughafen mit anschließendem anspruchsvollen Landeanflug werden.
Welche Flughäfen und Szenarien aktuell zur Verfügung stehen, sollte bei der Buchung beziehungsweise vor Ort abgestimmt werden.
Für wen ist der Flugsimulator geeignet?
Man muss kein ausgesprochener Flugzeugfan sein, damit dieses Erlebnis funktioniert. Spannend ist es für alle, die wissen möchten, was im Cockpit eigentlich passiert und wie es sich anfühlt, ein großes Verkehrsflugzeug selbst zu steuern.
Besonders interessant ist der Simulator für Technikbegeisterte, Luftfahrtfans und Menschen, die schon immer einmal Pilot oder Pilotin sein wollten. Auch als außergewöhnliches Geschenk bietet sich ein Simulatorflug an.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer noch nie ein Cockpit von innen gesehen hat, kann ebenso teilnehmen wie jemand, der sich bereits intensiv mit Luftfahrt beschäftigt.
Auch Begleitpersonen können je nach gebuchtem Angebot und Kapazität eine Rolle spielen. Die jeweils geltenden Bedingungen sollten bei der Reservierung geprüft werden.
Preisklasse
€€ bis €€€
Der Preis richtet sich vor allem nach Dauer und gebuchtem Simulatorprogramm. Kurze Einsteigerflüge sind entsprechend günstiger als längere Sessions mit mehreren Starts, Landungen oder umfangreicheren Flugszenarien.
Da Preise und Pakete geändert werden können, empfehlen wir, die aktuellen Konditionen unmittelbar vor der Buchung beim Anbieter zu prüfen.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Zur eigentlichen Flugzeit kommt die Einweisung hinzu. Je nach gebuchtem Paket sollte deshalb mehr Zeit eingeplant werden als die reine Zeit im Cockpit.
Gerade beim ersten Besuch ist die Einführung wichtig. Wer die grundlegenden Instrumente und Steuerbefehle verstanden hat, kann den anschließenden Flug wesentlich besser genießen.
Eine vorherige Buchung ist empfehlenswert beziehungsweise je nach Angebot erforderlich.
Was ist das Besondere?
Ein Airbus gehört zu den Maschinen, die wir selbstverständlich benutzen, ohne jemals selbst Einfluss darauf zu haben. Als Passagier sitzt man viele Meter hinter dem Cockpit und wartet auf Start und Landung.
Hier wird diese Rollenverteilung für eine Weile umgedreht.
Man sitzt vorne, sieht die Startbahn vor sich und muss selbst reagieren. Dazu kommt beim Hamburger Full-Motion-Simulator die Bewegung des Cockpits. Genau diese Kombination aus Technik, Perspektivwechsel und eigener Steuerung macht das Erlebnis außergewöhnlich.
Framania-Fazit
Einmal Pilot sein klingt zunächst nach einem klassischen Kindheitstraum. Im Full-Motion-Flugsimulator bekommt diese Vorstellung allerdings erstaunlich viele Schalter, Instrumente und Entscheidungen.
Das Interessante ist nicht allein, einen Airbus irgendwie in die Luft zu bekommen. Erst beim eigenen Versuch wird deutlich, wie viele Abläufe hinter einem Start stecken und wie konzentriert ein Landeanflug gesteuert werden muss.
Dass sich dabei auch das Cockpit bewegt, macht aus dem Simulatorflug in Hamburg mehr als ein Computerspiel in XXL. Für unsere 50 außergewöhnlichen Unternehmungen im Norden ist er deshalb ein starker Kandidat: Man sieht nicht nur, wie ein Airbus geflogen wird. Für eine Weile sitzt man selbst auf dem Platz, von dem aus er gesteuert wird.
Adresse & Informationen
Flugsimulator.com Hamburg
Heidenkampsweg 45
20097 Hamburg
Erlebnis: Airbus A320 im Full-Motion-Flugsimulator selbst steuern
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Begleitung: Instruktor während des Simulatorflugs
Möglich: unter anderem Start, Flugmanöver und Landung
Dauer: abhängig vom gebuchten Paket
Preisklasse: €€ bis €€€
Buchung: vorherige Reservierung empfohlen bzw. erforderlich