Seife selber machen in Hamburg
Öle, Lauge und Duft: einmal selbst zum Seifensieder werden
Ein Stück Seife wirkt zunächst denkbar einfach. Erst wenn man selbst eines herstellen möchte, zeigt sich, dass dahinter ein jahrhundertealtes Handwerk und ein chemischer Prozess stecken.
Bei Nature Gift in Hamburg kann man genau diesen Prozess kennenlernen. Im Seifen-Workshop wird nicht mit einer fertigen Seifenbasis gearbeitet, die lediglich eingeschmolzen, eingefärbt und wieder in eine Form gegossen wird. Die Teilnehmer stellen Naturseife nach dem traditionellen Kaltverfahren her.
Damit wird aus einem gewöhnlichen Alltagsprodukt eine ungewöhnliche Unternehmung: Für zwei Stunden beschäftigt man sich mit Rohstoffen, Rezeptur und Herstellung und erlebt, wie aus verschiedenen Zutaten eine echte handgesiedete Seife entsteht.
Was passiert beim Seifen-Workshop?
Bevor die eigentliche Herstellung beginnt, gibt es eine Einführung in die Welt der Naturkosmetik.
Welche Rohstoffe werden für handgemachte Seife verwendet? Welche Eigenschaften bringen unterschiedliche Zutaten mit? Und was muss passieren, damit aus Ölen überhaupt Seife wird?
Das Atelier erklärt die Grundlagen und begleitet anschließend die Auswahl der Zutaten und die Herstellung.
Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Auch Materialien müssen nicht selbst mitgebracht werden.
Die einzelnen Arbeitsschritte werden unter Anleitung durchgeführt, sodass auch Menschen teilnehmen können, die noch nie zuvor Seife hergestellt haben.
Was bedeutet Seifensieden im Kaltverfahren?
Der entscheidende Unterschied zu vielen einfachen DIY-Seifenworkshops liegt in der Herstellungsmethode.
Beim sogenannten Kaltverfahren wird nicht mit einer bereits fertigen Seifenmasse begonnen. Ausgangspunkt sind unter anderem Fette beziehungsweise Öle und eine Lauge. Treffen beide unter den richtigen Bedingungen aufeinander, beginnt die Verseifung.
Aus den ursprünglichen Rohstoffen entsteht dadurch erst die eigentliche Seife.
„Kaltverfahren“ bedeutet dabei nicht, dass überhaupt keine Wärme entsteht. Die chemische Reaktion selbst kann Wärme freisetzen. Im Gegensatz zum Heißverfahren wird die Seifenmasse jedoch nicht über längere Zeit zusätzlich gekocht, um den Verseifungsprozess stark zu beschleunigen.
Nach dem Anrühren wird die Masse in Formen gefüllt und muss anschließend weiter reagieren und reifen.
Genau deshalb kann traditionell kaltgesiedete Seife nicht unmittelbar nach dem Workshop wie ein fertiges Stück Schokolade eingepackt und benutzt werden.
Warum ist das mehr als ein gewöhnlicher Kreativkurs?
Viele Workshops unter dem Begriff „Seife selber machen“ arbeiten mit Melt-&-Pour-Seifenbasis.
Dabei ist die eigentliche Verseifung bereits abgeschlossen. Die fertige Basis wird geschmolzen, mit Farben, Düften oder anderen Zutaten ergänzt und anschließend neu gegossen.
Das kann kreativ sein, vermittelt aber nicht denselben Herstellungsprozess.
Bei Nature Gift wird ausdrücklich nach der traditionellen Kaltverfahren-Methode gearbeitet.
Für unsere Auswahl außergewöhnlicher Unternehmungen ist genau das entscheidend. Hier wird nicht lediglich ein fertiges Produkt dekoriert. Man bekommt einen Einblick in das tatsächliche Seifensieder-Handwerk.
Rohstoffe bewusst auswählen
Ein weiterer Teil des Workshops beschäftigt sich mit den verwendeten Zutaten.
Naturseife lässt sich auf unterschiedliche Weise zusammensetzen. Die verwendeten Öle und weiteren Bestandteile beeinflussen Eigenschaften und Charakter des späteren Produkts.
Auch Duft und weitere ausgewählte Zutaten können eine Rolle spielen.
Unter Anleitung entsteht daraus die eigene Seifenkreation.
Dadurch bekommt man neben dem praktischen Erlebnis auch ein besseres Verständnis dafür, was in einem Produkt steckt, das normalerweise selbstverständlich im Badezimmer liegt.
Nach einem solchen Workshop liest man eine Zutatenliste auf einer Seifenverpackung vermutlich etwas anders als vorher.
Arbeiten mit Lauge: Warum Anleitung wichtig ist
Echte Seifenherstellung unterscheidet sich auch in einem weiteren Punkt deutlich vom Basteln mit einer fertigen Seifenbasis.
Für die Verseifung wird eine alkalische Lauge benötigt. Im Herstellungsprozess muss damit sachgerecht gearbeitet werden.
Genau deshalb ist ein angeleiteter Workshop für den ersten Kontakt mit dem traditionellen Seifensieden sinnvoll. Die Teilnehmer bekommen die notwendigen Arbeitsschritte erklärt und werden während der Herstellung begleitet.
Die Lauge ist Bestandteil des Herstellungsprozesses; das bedeutet nicht, dass die fertige, korrekt hergestellte und vollständig gereifte Seife anschließend einfach aus „ätzender Lauge“ besteht. Bei der Verseifung reagieren die Ausgangsstoffe miteinander und es entstehen neue Stoffe.
Der Workshop vermittelt damit neben der kreativen Seite auch ein Stück angewandte Chemie.
Was ist das Besondere an diesem Erlebnis?
Seife benutzt fast jeder täglich.
Gerade deshalb ist es interessant, einmal zu sehen, wie wenig man über ihre Herstellung weiß.
Während beim Messerschmieden glühender Stahl und beim Ginbrennen eine Destille schon äußerlich verraten, dass ein Herstellungsprozess stattfindet, wirkt Seife beinahe selbstverständlich.
Der Workshop dreht diese Perspektive um.
Aus Rohstoffen wird unter den eigenen Händen ein Produkt, das normalerweise fertig im Regal liegt. Man lernt ein traditionelles Herstellungsverfahren kennen und versteht anschließend zumindest die Grundprinzipien des Seifensiedens.
Das macht die Aktivität weniger spektakulär als House Running oder einen Airbus-Simulator – aber nicht weniger ungewöhnlich.
Muss man Erfahrung mit Naturkosmetik haben?
Nein.
Der offene Seifen-Workshop ist ausdrücklich für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse geeignet.
Man muss weder bereits Naturkosmetik hergestellt haben noch wissen, wie Verseifung funktioniert. Die Einführung und die Begleitung während des Workshops gehören zum Konzept.
Auch die benötigten Materialien werden vor Ort bereitgestellt.
Damit eignet sich der Kurs gerade als Einstieg für Menschen, die traditionelles Seifensieden einmal praktisch kennenlernen möchten, ohne dafür zunächst selbst Rohstoffe und Ausstattung anschaffen zu müssen.
Für wen ist der Seifen-Workshop geeignet?
Das Erlebnis passt besonders zu Menschen, die sich für traditionelle Herstellungsverfahren, Naturkosmetik oder die Zusammensetzung alltäglicher Pflegeprodukte interessieren.
Auch wer gern selbst etwas herstellt, aber mit klassischen Bastel- oder Malkursen wenig anfangen kann, bekommt hier einen interessanten Zugang.
Der Workshop kann allein besucht werden, funktioniert aber ebenso als gemeinsame Unternehmung mit Freundinnen und Freunden oder zu zweit.
Da beim Seifensieden mit Lauge gearbeitet wird und beim offenen Format Champagner zum Konzept gehört, ist dieser konkrete Workshop vor allem als Erlebnis für Erwachsene angelegt.
Wer empfindliche Haut, bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber kosmetischen Rohstoffen hat, sollte die verwendeten Zutaten vor der Teilnahme mit dem Anbieter abstimmen.
Zwei Stunden Seifensieder-Handwerk
Der offene Workshop dauert aktuell etwa zwei Stunden.
Die veröffentlichten Termine laufen beispielsweise von 17 bis 19 Uhr.
Damit lässt sich das Seifensieden gut als eigenständige Aktivität an einem Nachmittag oder frühen Abend einplanen.
Nature Gift verbindet das Handwerk bewusst mit einer entspannten Atmosphäre: Zum offenen Seifen-Workshop gehört derzeit auch ein Glas Champagner.
Für unsere Auswahl ist der Champagner allerdings nur Nebensache.
Der eigentliche Grund, warum dieses Erlebnis hier auftaucht, ist die traditionelle Herstellung der Seife.
Preisklasse
€
Der offene „Seifen-Workshop mit Champagner“ kostet aktuell 59 Euro pro Person.
Darin enthalten sind die fachliche Begleitung, die für den Workshop benötigten Rohstoffe und Materialien sowie das gemeinsame Herstellen der Seife. Ein Glas Champagner gehört ebenfalls zum aktuellen Workshopkonzept.
Materialien müssen nicht selbst mitgebracht werden.
Da Preise und Leistungen verändert werden können, sollte der aktuelle Tarif vor der Buchung noch einmal geprüft werden.
Termine und Buchung
Die Workshops finden nicht täglich, sondern an ausgewählten Terminen statt.
Aktuell sind für den Herbst und Winter 2026 unter anderem Termine am 9. Oktober, 6. November und 4. Dezember veröffentlicht.
Eine vorherige Buchung ist erforderlich.
Neben den offenen Workshops bietet die Manufaktur auch private Gruppenformate an, bei denen unter anderem Seife oder andere Naturkosmetikprodukte hergestellt werden können.
Seife selber machen in Hamburg-Eimsbüttel
Nature Gift produziert selbst Naturkosmetik und bietet die Workshops in der eigenen Hamburger Manufaktur an.
Der Standort befindet sich im Eppendorfer Weg in Eimsbüttel.
Das passt zum Erlebnis: Man besucht keinen beliebigen Veranstaltungsraum, in dem für zwei Stunden ein Basteltisch aufgebaut wurde, sondern einen Betrieb, der sich tatsächlich mit handgefertigter Naturkosmetik beschäftigt.
Framania-Fazit
Eine Seife ist wahrscheinlich eines der unscheinbarsten Produkte unserer gesamten Liste.
Und gerade deshalb gehört sie hinein.
Wer einmal selbst erlebt hat, wie aus Ölen, Lauge und weiteren Zutaten durch Verseifung überhaupt erst Seife entsteht, sieht das fertige Stück anschließend anders. Hinter einem Produkt, das täglich selbstverständlich durch unsere Hände geht, steckt ein Herstellungsverfahren, das Menschen seit Jahrhunderten beherrschen.
Besonders wichtig ist für uns deshalb, dass hier tatsächlich kaltgesiedet wird.
Keine fertige Seifenbasis, die nur eingeschmolzen und hübsch eingefärbt wird. Stattdessen bekommt man einen Einblick in den eigentlichen Prozess und arbeitet unter Anleitung selbst mit.
Wer in Hamburg Seife selber machen und dabei echtes Seifensieder-Handwerk kennenlernen möchte, findet hier deshalb genau die Art von Unternehmung, die wir für diese Sammlung suchen: etwas, das fast jeder kennt – aber die wenigsten jemals selbst hergestellt haben.
Adresse & Informationen
Nature Gift
Eppendorfer Weg 66
20259 Hamburg-Eimsbüttel
Erlebnis: Naturseife selbst herstellen
Herstellungsverfahren: traditionelles Kaltverfahren
Dauer: etwa 2 Stunden
Preis: aktuell 59 Euro pro Person
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Materialien: werden zur Verfügung gestellt
Anleitung: fachliche Begleitung während der Herstellung
Besonderheit: echte Verseifung statt bloßes Einschmelzen einer fertigen Seifenbasis
Aktuelle Termine: unter anderem 9. Oktober, 6. November und 4. Dezember 2026
Buchung: vorherige Ticketbuchung erforderlich