Pralinen selbst herstellen in Hamburg
Wenn aus Schokolade plötzlich Handwerk wird
Eine Schachtel Pralinen sieht am Ende erstaunlich selbstverständlich aus. Glatte Schokoladenhüllen, cremige Füllungen, kleine Trüffel, vielleicht ein wenig Dekoration. Erst wenn man versucht, all das selbst herzustellen, merkt man, wie viele Arbeitsschritte in diesen wenigen Zentimetern Schokolade stecken.
Bei Schokovida in Hamburg-Eppendorf kann man genau das ausprobieren.
Im Schokowerk der Hamburger Chocolaterie entstehen unter Anleitung eigene Pralinen und Trüffel. Dabei wird nicht nur zugeschaut und anschließend probiert. Die Teilnehmer arbeiten selbst mit Schokolade, stellen Ganache her, füllen Pralinenhohlkörper und rollen Trüffel von Hand.
Und selbstverständlich darf am Ende mitgenommen werden, was während des Kurses entstanden ist.
Was macht man bei einem Pralinenkurs eigentlich?
Eine gute Praline besteht aus weit mehr als einer Schokoladenhülle.
Geschmack, Konsistenz und Verhältnis zwischen Füllung und Schokolade müssen zusammenpassen. Genau deshalb beginnt ein Pralinenkurs nicht erst beim Verzieren.
Bei Schokovida lernen die Teilnehmer unterschiedliche Arbeitsschritte der Pralinenherstellung kennen und setzen sie anschließend selbst um.
Dazu gehört unter anderem die Herstellung einer Ganache.
Diese cremige Masse gehört zu den klassischen Grundlagen der Chocolaterie. Vereinfacht gesagt entsteht sie aus Schokolade und einer Flüssigkeit, häufig Sahne. Je nach Rezept können weitere Zutaten und Aromen hinzukommen.
Die richtige Konsistenz ist entscheidend: Eine Ganache soll später cremig sein, muss sich aber gleichzeitig so verarbeiten lassen, dass sie zuverlässig in eine Praline gefüllt werden kann.
Schon an diesem Punkt wird deutlich, dass Pralinenherstellung weniger mit gewöhnlichem Backen zu tun hat, als man zunächst vermuten könnte.
Ganache herstellen, Hohlkörper füllen, Trüffel rollen
Nach der Vorbereitung beginnt die eigentliche Arbeit.
Mit Spritzbeuteln werden Füllungen verarbeitet und Pralinenhohlkörper befüllt. Daneben entstehen Trüffel, die von Hand geformt beziehungsweise gerollt werden.
Damit lernt man an einem Nachmittag gleich mehrere klassische Techniken kennen.
Gerade das macht den Kurs für unsere Sammlung außergewöhnlicher Unternehmungen interessant. Man dekoriert nicht einfach ein bereits fertiges Produkt, sondern beschäftigt sich mit den einzelnen Bestandteilen und ihrer Verarbeitung.
Aus flüssigen und cremigen Massen werden nach und nach kleine Pralinen.
Und weil jeder Teilnehmer selbst arbeitet, sieht das Ergebnis am Ende zwangsläufig ein wenig individueller aus als eine industriell produzierte Pralinenschachtel.
Warum Schokolade ein anspruchsvolles Material ist
Schokolade reagiert empfindlich auf Temperatur.
Das ist einer der Gründe, weshalb professionell verarbeitete Schokolade einen schönen Glanz besitzt und beim Hineinbeißen sauber brechen kann, während falsch behandelte Schokolade matt, weich oder fleckig werden kann.
Für Chocolatiers ist deshalb der kontrollierte Umgang mit der Temperatur ein wesentlicher Bestandteil ihres Handwerks.
Beim sogenannten Temperieren wird Schokolade gezielt erwärmt und wieder abgekühlt, damit sich die gewünschten stabilen Kristallstrukturen der Kakaobutter bilden.
Für einen Einsteigerkurs geht es natürlich nicht darum, innerhalb weniger Stunden sämtliche Feinheiten professioneller Chocolaterie zu beherrschen.
Aber man bekommt einen Eindruck davon, weshalb Schokolade eben nicht einfach nur geschmolzen und anschließend wieder kalt gestellt wird.
Plötzlich wird verständlich, warum ein Chocolatier bei Temperaturen und Konsistenzen so genau hinsieht.
Was steckt eigentlich in einer Praline?
Der Begriff Praline wird im Alltag großzügig verwendet.
Handwerklich eröffnet sich dahinter eine enorme Bandbreite.
Eine Praline kann beispielsweise aus einer Schokoladenhülle mit cremiger Füllung bestehen. Andere Varianten werden geschnitten, überzogen oder als Trüffel geformt.
Füllungen können auf Ganache basieren, aber ebenso mit Nüssen, Gewürzen, Früchten oder anderen Aromen kombiniert werden.
Genau dieses Verhältnis aus Hülle, Füllung und Geschmack macht die kleine Form so anspruchsvoll.
Denn bei einer Praline gibt es kaum Platz, um Ungleichgewichte zu verstecken.
Ist eine Füllung zu dominant, verschwindet die Schokolade. Ist die Hülle zu kräftig, geht die Füllung unter.
Eine gute Praline muss deshalb trotz ihrer geringen Größe ziemlich genau komponiert sein.
Arbeiten im Hamburger Schokowerk
Schokovida sitzt in Hamburg-Eppendorf und beschäftigt sich seit Jahren mit hochwertiger Schokolade.
Die Workshops finden im sogenannten Schokowerk statt.
Das ist für dieses Erlebnis ein Pluspunkt. Man sitzt nicht in einem beliebigen Seminarraum und arbeitet mit mitgebrachten Zutaten, sondern befindet sich in einem Umfeld, das sich vollständig um Schokolade und deren Verarbeitung dreht.
Neben den eigentlichen Arbeitsschritten gehört auch Hintergrundwissen rund um Schokolade zum Kurs.
Und natürlich wird probiert.
Wer drei Stunden mit Ganache, Trüffeln und Schokolade verbringt, soll schließlich auch schmecken, womit er arbeitet.
Die eigenen Pralinen kommen mit nach Hause
Der vielleicht schönste Teil beginnt nach dem Workshop.
Die selbst hergestellten Pralinen und Trüffel werden nicht lediglich für den Kurs produziert. Die Teilnehmer können ihre eigenen Kreationen anschließend mitnehmen.
Damit bleibt von diesem Erlebnis mehr als die Erinnerung an einen Nachmittag.
Man trägt seine eigene kleine Pralinenauswahl nach Hause.
Und spätestens wenn jemand später fragt, aus welcher Chocolaterie die Pralinen stammen, kann die Antwort ungewöhnlich ausfallen: aus keiner – zumindest nicht vollständig.
Man hat selbst daran gearbeitet.
Muss man backen oder kochen können?
Nein.
Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Menschen, die das Handwerk kennenlernen möchten. Professionelle Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
Die einzelnen Arbeitsschritte werden angeleitet.
Natürlich hilft ein gewisses Interesse an Lebensmitteln und präzisem Arbeiten. Wer erwartet, einfach nur Schokolade zu essen, hat allerdings vermutlich das falsche Format gewählt.
Hier wird mehrere Stunden gearbeitet.
Das Naschen ist der angenehme Nebeneffekt.
Für wen ist der Pralinenkurs geeignet?
Für Schokoladenliebhaber liegt die Antwort auf der Hand.
Spannend ist der Kurs aber ebenso für Menschen, die gern verstehen möchten, wie Lebensmittel handwerklich hergestellt werden.
Auch als gemeinsames Erlebnis für Paare, Freunde oder Familien mit erwachsenen beziehungsweise entsprechend alten Kindern kann ein Pralinenkurs interessant sein.
Wer ein außergewöhnliches Geschenk sucht, kann außerdem mit einem Workshop mehr anfangen als mit der nächsten fertigen Pralinenschachtel.
Statt Schokolade zu verschenken, verschenkt man die Möglichkeit, sie selbst herzustellen.
Welche Altersvoraussetzungen für einzelne Termine gelten, sollte bei der konkreten Buchung geprüft werden.
Wie lange dauert der Pralinenkurs?
Hier lohnt sich aktuell ein genauer Blick auf den jeweiligen Termin.
Für einzelne derzeit veröffentlichte Kurstermine nennt Schokovida eine Dauer von ungefähr drei Stunden.
Auf allgemeinen Workshopinformationen finden sich teilweise noch abweichende Angaben.
Für Framania würden wir deshalb nicht pauschal mit einer einzigen Dauer für sämtliche zukünftigen Veranstaltungen arbeiten.
Entscheidend ist die Angabe beim konkret gebuchten Termin.
Als Orientierung sollte man für das Erlebnis ungefähr einen halben Tag einplanen.
Preisklasse
€€
Bei aktuell veröffentlichten Pralinenkurs-Terminen liegt der Preis beispielsweise bei 109 Euro pro Person.
Auch hier gibt es auf älteren beziehungsweise allgemeinen Angebotsseiten teilweise noch abweichende Preisangaben.
Deshalb gilt: Vor der Buchung immer den aktuell ausgewählten Termin prüfen.
Im Kurspreis sind die für den Workshop benötigten Zutaten und Materialien enthalten. Die selbst hergestellten Pralinen beziehungsweise Trüffel dürfen anschließend mitgenommen werden.
Termine und Buchung
Schokovida bietet Pralinenkurse zu festen Terminen an.
Für 2026 sind beziehungsweise waren zahlreiche Veranstaltungen im Kalender aufgeführt, wobei einzelne Termine bereits frühzeitig ausverkauft sein können.
Wer einen bestimmten Tag im Auge hat, sollte deshalb nicht erst unmittelbar vor dem gewünschten Wochenende buchen.
Gerade bei Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl lohnt sich etwas Vorlauf.
Schokolade einmal anders erleben
Hamburg besitzt genügend Cafés, Confiserien und Schokoladengeschäfte, in denen man hervorragende Süßigkeiten kaufen kann.
Dieser Kurs verfolgt eine andere Idee.
Für einige Stunden wechselt man die Seite.
Die fertige Praline liegt nicht in einer Vitrine. Man steht selbst dort, wo Ganache angerührt, ein Spritzbeutel gefüllt und aus einzelnen Bestandteilen langsam ein fertiges Stück entsteht.
Dadurch verändert sich auch der Blick auf das Produkt.
Wer einmal selbst versucht hat, eine Füllung sauber zu dosieren oder mehrere kleine Trüffel gleichmäßig herzustellen, betrachtet eine perfekt gearbeitete Praline anschließend vermutlich etwas genauer.
Framania-Fazit
Es gibt Lebensmittel, bei denen man sich kaum Gedanken über ihre Herstellung macht, solange sie gut schmecken.
Pralinen gehören dazu.
Dabei steckt in den kleinen Schokoladenstücken erstaunlich viel Präzision. Temperatur, Konsistenz, Füllung und Verarbeitung müssen zusammenpassen, obwohl am Ende nur wenige Bissen davon übrig bleiben.
Genau deshalb gefällt uns dieser Workshop.
Man darf Schokolade riechen und probieren, natürlich. Aber man bekommt die fertige Praline nicht einfach vorgesetzt.
Vorher wird Ganache hergestellt, mit dem Spritzbeutel gearbeitet, gefüllt und gerollt.
Und irgendwann steht vor einem eine kleine Auswahl eigener Pralinen und Trüffel.
Vielleicht nicht jedes Stück vollkommen identisch.
Dafür weiß man bei jedem einzelnen ziemlich genau, wie es entstanden ist.
Adresse & Informationen
Schokovida – Schokoladenfachgeschäft & Schokowerk
Schokovida OHG
Hegestraße 33
20249 Hamburg
Erlebnis: Pralinen und Trüffel selbst herstellen
Workshop: Pralinenkurs im Schokowerk
Was wird gemacht? unter anderem Ganache herstellen, mit dem Spritzbeutel arbeiten, Pralinenhohlkörper füllen und Trüffel rollen
Dauer: bei aktuellen Terminen etwa 3 Stunden; konkrete Terminangabe beachten
Preis: bei aktuell angebotenen Terminen beispielsweise 109 Euro pro Person
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Eigene Pralinen: die hergestellten Kreationen werden anschließend mitgenommen
Termine: mehrere feste Workshoptermine im Jahr
Buchung: vorherige Buchung erforderlich; einzelne Termine können ausverkauft sein
Hinweis: Preis, Dauer und Teilnahmebedingungen vor der Buchung für den gewünschten Termin aktuell prüfen