Keramik selbst gestalten in Hamburg
Aus einem weißen Rohling wird ein persönliches Einzelstück
Ein Teller kann grafisch und reduziert werden, eine Tasse voller kleiner Illustrationen, eine Schale bunt, verspielt oder mit einem Muster versehen, das es so kein zweites Mal gibt. Beim Keramikbemalen entscheidet nicht ein fertiges Sortiment darüber, was später im Schrank steht. Man gestaltet es selbst.
In Hamburg kann man genau das ausprobieren. Zunächst wird aus verschiedenen Keramikrohlingen ein Stück ausgewählt. Anschließend kommen Farben, Pinsel und unterschiedliche Gestaltungstechniken ins Spiel. Was zunächst weiß und völlig neutral auf dem Tisch steht, bekommt innerhalb weniger Stunden einen eigenen Charakter.
Nach dem Bemalen bleibt die Keramik allerdings noch im Studio. Sie wird professionell glasiert und gebrannt und kann erst danach abgeholt werden.
Aus einem Kreativworkshop entsteht so ein Gegenstand, der tatsächlich benutzt werden kann.
Wie funktioniert das Keramikbemalen?
Am Anfang steht die Auswahl des Rohlings.
Je nach aktuellem Sortiment können beispielsweise Tassen, Becher, Teller, Schalen oder andere Keramikformen zur Verfügung stehen. Bezahlt wird das ausgewählte Stück; die benötigten Farben und das anschließende Glasieren und Brennen gehören zum Keramikmal-Erlebnis dazu.
Danach beginnt der kreative Teil.
Mit speziellen Keramikfarben wird direkt auf den noch unglasierten Rohling gemalt. Möglich sind klare geometrische Muster ebenso wie Schriftzüge, kleine Illustrationen, abstrakte Farbflächen oder sehr reduzierte Entwürfe.
Wer vorher noch nie Keramik bemalt hat, muss dabei keine perfekte Idee mitbringen. Häufig entwickelt sich das Motiv erst beim Ausprobieren.
Mehr als einfach nur einen Teller anmalen
Interessant wird das Keramikgestalten durch die unterschiedlichen Techniken.
Farben können flächig aufgetragen, kombiniert oder für feine Details verwendet werden. Mit verschiedenen Hilfsmitteln lassen sich Punkte, Linien und Muster erzeugen. Auch Schablonen oder andere Gestaltungstechniken können dabei helfen, eine Idee auf die Keramik zu übertragen.
Damit können sowohl Menschen arbeiten, die gern frei zeichnen, als auch diejenigen, die von sich behaupten, überhaupt nicht malen zu können.
Gerade bei einfachen grafischen Formen entstehen oft besonders überzeugende Stücke.
Das Ziel ist schließlich nicht, eine möglichst perfekte Kopie industriell gefertigter Keramik herzustellen. Der Reiz liegt darin, dass man später genau sieht, dass dieses Stück nicht aus einer Serienproduktion stammt.
Was passiert nach dem Bemalen?
Wer zum ersten Mal Keramik bemalt, könnte nach dem letzten Pinselstrich erwarten, seine Tasse direkt einzupacken.
So funktioniert es allerdings nicht.
Die bemalte Keramik muss zunächst vollständig weiterverarbeitet werden. Im Studio wird sie glasiert und anschließend bei hoher Temperatur im Keramikofen gebrannt.
Erst beim Brennen entsteht die endgültige Oberfläche. Die zunächst teilweise eher matt wirkenden Farben verändern sich und erhalten ihre fertige Wirkung.
Dieser Arbeitsschritt braucht Zeit. Das selbst gestaltete Stück kann deshalb nicht unmittelbar nach dem Workshop mitgenommen werden, sondern wird nach dem Brennen zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt.
Genau diese Verwandlung gehört aber zum Erlebnis: Beim Abholen sieht man das eigene Stück zum ersten Mal in seiner endgültigen Form.
Was ist das Besondere daran?
Keramikbemalen gehört zu den ruhigeren außergewöhnlichen Aktivitäten unserer Auswahl.
Es gibt keinen Motor, keinen freien Fall und kein Schmiedefeuer. Trotzdem erfüllt die Unternehmung genau das Prinzip unserer Serie: Man schaut nicht jemand anderem bei einer Tätigkeit zu, sondern macht selbst etwas, das im normalen Alltag kaum noch vorkommt.
Hinzu kommt, dass das Ergebnis nicht nach dem Workshop verschwindet.
Eine selbst gestaltete Tasse kann morgens tatsächlich für den Kaffee benutzt werden. Der Teller landet auf dem Esstisch, die Schale in der Küche oder auf dem Schreibtisch.
Das Erlebnis bleibt dadurch als Gegenstand erhalten.
Und anders als bei vielen Kreativkursen muss man dafür nicht erst mehrere Termine absolvieren oder eine handwerkliche Technik über Wochen lernen.
Muss man künstlerisch begabt sein?
Nein.
Keramik selbst zu gestalten funktioniert auch ohne Zeichen- oder Malerfahrung.
Wer sicher mit einem Pinsel umgehen kann, hat natürlich zusätzliche Möglichkeiten. Voraussetzung ist das aber nicht. Einfache Muster, Farbflächen, Punkte oder Schrift können ebenso interessant wirken wie aufwendige Illustrationen.
Vor Ort werden die Materialien erklärt und bei Fragen gibt es Unterstützung bei der Umsetzung.
Das macht Keramikbemalen auch für Menschen interessant, die gern kreativ wären, sich an einen klassischen Zeichen- oder Töpferkurs aber bislang nicht herangetraut haben.
Für wen ist Keramik selbst gestalten geeignet?
Das Erlebnis eignet sich für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche und Familien mit Kindern.
Man kann allein kommen und sich für einige Stunden auf das eigene Stück konzentrieren, zu zweit gestalten oder gemeinsam mit Freunden einen kreativen Nachmittag daraus machen.
Auch für Mutter und Tochter, einen Geburtstag oder als ruhige Unternehmung während eines Hamburg-Wochenendes funktioniert das Keramikbemalen gut.
Besonders interessant ist es für Menschen, die gern etwas Eigenes herstellen, aber keinen ganzen Handwerkskurs buchen möchten.
Wer hingegen ausdrücklich Ton kneten, Gefäße aufbauen oder an einer Töpferscheibe arbeiten möchte, sollte einen klassischen Töpferkurs wählen. Beim Keramikbemalen sind die Rohlinge bereits hergestellt. Die eigene Arbeit besteht in ihrer individuellen Gestaltung.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für das Bemalen sollte man ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen.
Wie lange man tatsächlich benötigt, hängt stark vom eigenen Entwurf ab. Eine reduzierte Tasse ist schneller gestaltet als ein großer Teller mit einem detailreichen Motiv.
Gerade deshalb sollte man den Termin nicht zu eng zwischen andere Programmpunkte legen.
Ein bisschen Zeit zum Überlegen gehört dazu.
Preisklasse
€–€€
Der Preis richtet sich in erster Linie danach, welchen Keramikrohling man auswählt.
Kleinere Stücke sind entsprechend günstiger, größere oder aufwendigere Formen kosten mehr. Farben sowie das anschließende Glasieren und Brennen sind bei diesem Konzept üblicherweise im Preis des Keramikstücks enthalten.
Dadurch kann jeder ein Stück wählen, das zum eigenen Budget und zur verfügbaren Zeit passt.
Da Sortiment und Preise wechseln können, sollte man die aktuellen Konditionen vor dem Besuch noch einmal beim Studio prüfen.
Termin und Abholung
Für das Keramikbemalen sollte vorab ein Platz reserviert werden, besonders an Wochenenden und wenn mehrere Personen gemeinsam kommen möchten.
Das fertige Stück bleibt nach dem Gestalten zunächst im Studio. Nach dem Glasieren und Brennen kann es innerhalb des vom Studio angegebenen Zeitfensters abgeholt werden.
Wer nur für wenige Tage in Hamburg ist, sollte diesen Punkt bereits vor der Buchung klären. Je nach Anbieter können für auswärtige Gäste gegebenenfalls individuelle Lösungen für die spätere Übergabe möglich sein.
Eine kreative Unternehmung für einen Hamburg-Tag
Der Vorteil des Keramikbemalens liegt auch darin, dass dafür kein ganzer Tagesausflug organisiert werden muss.
Der Studiobesuch lässt sich gut mit einem Stadtteilbummel, einem Cafébesuch oder einem Essen verbinden. Gleichzeitig verbringt man zwei oder drei Stunden nicht mit einem gewöhnlichen Besichtigungsprogramm, sondern konzentriert sich vollständig auf das eigene Projekt.
Gerade an einem regnerischen Tag ist das eine interessante Alternative zu den klassischen Hamburger Indoor-Aktivitäten.
Framania-Fazit
Am Anfang steht ein weißer Keramikrohling, der genauso aussieht wie viele andere.
Ein paar Stunden später existiert dieses zweite identische Stück nicht mehr.
Genau darin liegt für uns der Reiz beim Keramikgestalten. Man muss weder töpfern können noch besonders gut zeichnen. Trotzdem entsteht etwas, bei dem Farben, Motiv und kleine Unregelmäßigkeiten von der eigenen Hand stammen.
Besonders schön wird der Moment einige Zeit später, wenn das Stück glasiert und gebrannt aus dem Ofen kommt. Aus der zunächst matten Bemalung ist eine fertige Keramik geworden, die nicht nur als Erinnerung im Regal stehen muss, sondern tatsächlich benutzt werden kann.
Wer besondere Aktivitäten in Hamburg sucht, bei denen man selbst kreativ wird und am Ende etwas Eigenes mit nach Hause nimmt, findet beim Keramikbemalen deshalb eine angenehm unaufgeregte, aber ausgesprochen persönliche Unternehmung.
Adresse & Informationen
Keramikmalstudio in Hamburg
Ceramic Stars,
Kieler Straße 368a, Hinterhof, 22525 Hamburg
Erlebnis: Keramikrohling auswählen und selbst bemalen
Mögliche Stücke: je nach Sortiment beispielsweise Tassen, Becher, Teller und Schalen
Dauer: ungefähr 2 bis 3 Stunden einplanen
Preis: abhängig vom ausgewählten Keramikstück
Material: spezielle Keramikfarben und benötigte Gestaltungsmaterialien vor Ort
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Weiterverarbeitung: das Studio glasiert und brennt die bemalte Keramik
Mitnehmen: nicht unmittelbar nach dem Gestalten; Abholung nach dem Brennen
Buchung: vorherige Reservierung empfohlen