Einen eigenen Silberring schmieden in Hamburg

Drei Stunden an der Goldschmiedewerkbank

Ein Stück Sterlingsilber, eine Werkbank und Werkzeuge, die man vermutlich noch nie selbst benutzt hat: In Hamburg kann man ausprobieren, wie aus Edelmetall tatsächlich ein Ring entsteht. Dabei wird nicht nur eine fertige Ringschiene verziert. Das Silber wird mit klassischen Techniken des Goldschmiedehandwerks bearbeitet, bis daraus ein Schmuckstück entsteht, das anschließend am eigenen Finger getragen werden kann.

Im Atelier der Hamburger Goldschmiedin Astrid Eckert ist genau dafür ein eigener Ring-Kurs vorgesehen. In einer kleinen Gruppe mit maximal vier Teilnehmern wird gebogen, gelötet und geschmiedet, anschließend gefeilt, geschliffen und poliert.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Nach etwa drei Stunden hält man einen Ring aus 925er Sterlingsilber in der Hand, den man selbst angefertigt hat.

Wie entsteht der eigene Silberring?

Am Anfang steht die Entscheidung, wie der Ring aussehen soll.

Schmal oder breit? Glänzend oder matt? Eine klare, reduzierte Form oder eine Oberfläche mit sichtbarer Struktur?

Im Kurs stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Ein Ring kann beispielsweise aus Silberkugeln oder Kordeln aufgebaut, mit Buchstaben bestempelt oder mit einer Hammerschlag-Struktur versehen werden.

Danach beginnt die eigentliche Arbeit am Metall.

Das Silber wird gebogen und in die gewünschte Ringform gebracht. Wo Metall dauerhaft miteinander verbunden werden muss, kommt eine der klassischen Techniken des Goldschmiedens zum Einsatz: das Löten.

Anschließend wird weitergearbeitet. Feilen korrigieren Konturen und Übergänge, beim Schleifen wird die Oberfläche zunehmend verfeinert und durch das abschließende Polieren oder eine bewusst matte Bearbeitung erhält der Ring sein endgültiges Erscheinungsbild.

Aus mehreren handwerklichen Arbeitsschritten entsteht so innerhalb eines Nachmittags ein tragbares Schmuckstück.

Goldschmieden statt Schmuck dekorieren

Gerade diese Unterscheidung ist für uns wichtig.

Es gibt zahlreiche Kreativangebote, bei denen vorhandene Schmuckteile kombiniert, Perlen aufgefädelt oder fertige Rohlinge gestaltet werden. Auch das kann reizvoll sein, ist aber etwas anderes als Goldschmieden.

Bei diesem Ring-Kurs wird tatsächlich mit Edelmetall gearbeitet.

Biegen, Löten, Schmieden, Feilen, Schleifen und Polieren gehören zu den Arbeitsschritten. Damit bekommt man zumindest für einige Stunden einen unmittelbaren Einblick in ein traditionelles Handwerk, dessen fertige Produkte zwar fast jeder kennt, dessen Herstellung aber nur wenige Menschen selbst erlebt haben.

Genau deshalb gehört der eigene Silberring in unsere Auswahl außergewöhnlicher Unternehmungen in Hamburg.

925er Sterlingsilber als Ausgangsmaterial

Im speziellen Ring-Kurs wird ausschließlich mit 925er Sterlingsilber gearbeitet.

Die Bezeichnung 925 bedeutet, dass die Legierung zu 92,5 Prozent aus Silber besteht. Reines Silber wäre für viele Schmuckstücke zu weich, weshalb es für die Verarbeitung mit anderen Metallen legiert wird.

Wie viel Silber für den eigenen Ring benötigt wird, hängt vom Entwurf ab.

Ein schmaler Ring braucht naturgemäß weniger Material als ein breites oder massiveres Modell. Deshalb werden die Materialkosten nicht pauschal auf die Kursgebühr aufgeschlagen. Der fertige Ring wird gewogen und das tatsächlich verbrauchte Silber entsprechend berechnet.

Wie individuell kann der Ring werden?

Trotz des überschaubaren Zeitrahmens muss nicht jeder Teilnehmer denselben Ring herstellen.

Neben Breite und Form lässt sich vor allem die Oberfläche unterschiedlich gestalten. Sie kann glänzend oder matt bleiben, mit einer Hammerschlag-Struktur versehen oder durch eingeschlagene Buchstaben individualisiert werden.

Auch Ringe aus silbernen Kugeln oder Kordeln sind möglich.

Dadurch entsteht kein typisches Workshop-Stück, das bei allen Teilnehmern nahezu identisch aussieht.

Je nach Entwurf, Arbeitstempo und Materialverbrauch kann während des Termins sogar mehr als ein Ring entstehen.

Muss man handwerklich geschickt sein?

Vorkenntnisse im Goldschmieden sind ausdrücklich nicht erforderlich.

Der Ring-Kurs ist gerade dafür gedacht, einen ersten Einblick in das Handwerk zu bekommen. Die einzelnen Techniken werden erklärt und anschließend selbst ausgeführt.

Natürlich verlangt die Arbeit mit kleinen Werkstücken Konzentration und ein gewisses Maß an Geduld. Wer zum ersten Mal feilt oder lötet, wird nicht dieselbe Routine besitzen wie eine Goldschmiedin, die täglich an der Werkbank sitzt.

Genau das gehört jedoch zum Erlebnis.

Das Ziel ist nicht, nach drei Stunden ein Handwerk zu beherrschen. Man soll verstehen und selbst erfahren, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind, bevor aus einem Stück Silber ein fertiger Ring wird.

Für wen ist der Ring-Kurs geeignet?

Der Workshop ist interessant für Menschen, die gern mit den Händen arbeiten und ein traditionelles Handwerk ausprobieren möchten.

Er eignet sich für Einzelpersonen ebenso wie für Freundinnen und Freunde oder Paare, die gemeinsam etwas herstellen möchten. Durch die kleine Gruppengröße mit nur vier Teilnehmern hat der Kurs einen deutlich persönlicheren Charakter als ein großer Kreativworkshop.

Auch als Geschenk ist das Erlebnis interessant: Statt einen fertigen Ring zu verschenken, verschenkt man die Möglichkeit, selbst einen anzufertigen.

Wer ausschließlich ein möglichst perfektes Schmuckstück nach einer sehr konkreten professionellen Vorlage erwartet, sollte dagegen eher eine individuelle Anfertigung bei einer Goldschmiede wählen. Hier gehört die eigene Handarbeit ausdrücklich zum Ergebnis.

Kleine Unregelmäßigkeiten sind deshalb kein Fehler. Sie erzählen später, wie der Ring entstanden ist.

Wie lange dauert das Goldschmieden?

Der spezielle Ring-Kurs dauert drei Stunden.

Die regulären Termine finden freitags von 16 bis 19 Uhr statt.

Damit ist das Erlebnis kompakt genug für einen Nachmittag, bietet aber ausreichend Zeit, um nicht nur eine einzelne Technik auszuprobieren, sondern den eigenen Ring tatsächlich fertigzustellen.

Pro Termin nehmen lediglich vier Personen teil.

Preisklasse

€€

Die Kursgebühr beträgt aktuell 145 Euro pro Person.

Hinzu kommen die Materialkosten für das verwendete Sterlingsilber. Diese richten sich nach dem individuellen Verbrauch und werden anhand des fertigen Schmuckstücks berechnet.

Als Orientierung nennt die Goldschmiede für einen Ring aus Silberkugeln Materialkosten ab etwa 20 Euro.

Der endgültige Gesamtpreis hängt deshalb davon ab, wie groß, breit und materialintensiv der eigene Ring wird.

Für die Kalkulation sollte man entsprechend nicht nur mit der Kursgebühr rechnen.

Was ist im Kurs enthalten?

Die Kursgebühr deckt den dreistündigen Workshop und die Nutzung der Werkstatt beziehungsweise der benötigten Werkzeuge ab.

Das Silber wird separat nach Verbrauch abgerechnet.

Für Anfänger ist wichtig: Man muss weder eigenes Werkzeug noch Erfahrungen im Umgang mit Edelmetallen mitbringen.

Die Arbeit findet unter fachlicher Anleitung in der Goldschmiedewerkstatt statt.

Termine und Buchung

Die Ring-Kurse werden zu festgelegten Terminen angeboten.

Da jeweils nur vier Plätze zur Verfügung stehen, können einzelne Termine schnell ausgebucht sein. Für ausgebuchte Kurse führt die Goldschmiede eine Warteliste.

Die aktuellen Kurstermine sollten deshalb frühzeitig geprüft und verbindlich gebucht werden.

Für 2027 werden nach Angaben des Ateliers weitere Ring-Kurse angeboten; die neuen Termine werden separat zur Buchung freigeschaltet.

Goldschmieden in Hamburg-Altona

Der Workshop findet nicht in einem allgemeinen Seminarraum statt, sondern im Atelier einer Goldschmiedin in Hamburg-Altona.

Das passt zum Charakter des Erlebnisses.

Werkbank, Werkzeuge und Edelmetall sind hier keine Requisiten für einen Event-Workshop, sondern gehören zum tatsächlichen Goldschmiedehandwerk.

Wer einen Silberring selber machen und dabei mehr kennenlernen möchte als eine reine Schmuckgestaltung, bekommt dadurch einen unmittelbaren Einblick in die Werkstattarbeit.

Framania-Fazit

Ein Ring ist klein. Die Zahl der Arbeitsschritte, die in ihm stecken können, ist es nicht.

Erst wenn man selbst Silber biegt, eine Verbindung lötet, Kanten feilt, Oberflächen schleift und schließlich poliert, wird deutlich, wie viel Handarbeit in einem Schmuckstück steckt.

Genau das gefällt uns an diesem Erlebnis.

Man verlässt die Werkstatt nicht nur mit etwas Selbstgemachtem, sondern mit einem Gegenstand, der problemlos über Jahre getragen werden kann. Und jedes Mal, wenn der Ring am Finger sitzt, weiß man noch ziemlich genau, wer die Feile gehalten und den Hammer angesetzt hat.

Wer in Hamburg einen Goldschmiedekurs für Anfänger sucht oder einmal einen Silberring selber schmieden möchte, findet hier deshalb eine ungewöhnliche Mischung aus traditionellem Handwerk und persönlichem Erinnerungsstück.

Drei Stunden vorher ist es Silber.

Danach ist es der eigene Ring.

Adresse & Informationen

Astrid Eckert – Goldschmiede Werkstatt & Atelier
Theodorstraße 41, Haus Y
22761 Hamburg-Altona

Erlebnis: eigenen Silberring von Hand herstellen
Material: 925er Sterlingsilber
Techniken: unter anderem Biegen, Löten, Schmieden, Feilen, Schleifen und Polieren
Gestaltung: beispielsweise glänzend, matt, Hammerschlag-Struktur, Buchstaben, Silberkugeln oder Kordeln
Dauer: 3 Stunden
Reguläre Kurszeit: Freitag, 16 bis 19 Uhr
Teilnehmerzahl: maximal 4 Personen
Kursgebühr: aktuell 145 Euro pro Person
Materialkosten: zusätzlich nach Silberverbrauch; beispielsweise ab etwa 20 Euro für einen Ring aus Silberkugeln
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Ergebnis: mindestens ein selbst gefertigter Ring, abhängig von Entwurf und Arbeitstempo gegebenenfalls auch mehr
Buchung: vorherige verbindliche Anmeldung erforderlich