Auto zertrümmern in Bremen

Mit dem Vorschlaghammer ein echtes Auto zerlegen

Bei einem normalen Auto genügt ein Einkaufswagen auf dem Supermarktparkplatz, um einen Kratzer im Lack zum kleinen Drama werden zu lassen. Türen werden vorsichtig geöffnet, Felgen vor Bordsteinen geschützt und spätestens bei einem Steinschlag beginnt die Suche nach der Werkstatt.

In Bremen darf man all diese Regeln für eine Weile vergessen.

Hier wartet ein ausrangiertes Auto nicht auf die nächste Reparatur, sondern auf seine endgültige Zerlegung. Schutzbrille und Handschuhe gehören zur Ausrüstung, anschließend kommen Werkzeuge zum Einsatz, mit denen man einem funktionierenden Fahrzeug normalerweise unter keinen Umständen zu nahe kommen sollte.

Dann darf zugeschlagen werden.

Nicht auf eine Attrappe und nicht auf ein paar alte Teller in einem Raum, sondern auf ein echtes Auto, das für dieses Erlebnis zur Verfügung gestellt wird.

Ungefähr eine Stunde lang kann die Gruppe das Fahrzeug bearbeiten und erleben, wie erstaunlich viel Widerstand Karosserie, Scheiben und einzelne Fahrzeugteile leisten.

Für unseren Nordguide ist das damit eine der Unternehmungen, bei denen die Frage fast zwangsläufig lautet: Darf man das wirklich?

In diesem Fall lautet die Antwort: ja.

Ein Auto, das nicht mehr gerettet werden muss

Das Entscheidende an diesem Erlebnis ist der Ort.

Das Fahrzeug steht auf einem Schrottplatz beziehungsweise einem für die Aktion vorgesehenen Gelände in Bremen und hat sein normales Leben bereits hinter sich.

Es wird also selbstverständlich kein gebrauchsfähiges Auto aus reinem Vergnügen zerstört.

Verwendet wird ein ausrangiertes Fahrzeug, das für die Zerlegeaktion bereitgestellt wird.

Genau dadurch unterscheidet sich das Erlebnis auch von Vandalismus. Was normalerweise Sachbeschädigung wäre, findet hier organisiert und mit Zustimmung des Eigentümers statt.

Für eine begrenzte Zeit wird Zerstören zur ausdrücklich vorgesehenen Aufgabe.

Erst kommt die Schutzausrüstung

Einfach aussteigen, Vorschlaghammer greifen und losschlagen wäre keine besonders gute Idee.

Beim Bearbeiten eines Autos können scharfkantige Teile, Splitter und andere Gefahren entstehen. Deshalb gehört entsprechende Schutzausrüstung zum Erlebnis.

Nach Angaben der Veranstalter werden unter anderem Schutzbrillen und Handschuhe bereitgestellt.

Vor Beginn gibt es eine Einweisung.

Dabei wird erklärt, welche Werkzeuge benutzt werden können und welche Sicherheitsregeln während der Aktion gelten.

Diese Regeln sind keine Nebensache. Ein Auto besteht aus unterschiedlichen Materialien und Bauteilen, und gerade wenn mit schwerem Werkzeug gearbeitet wird, muss die Aktion kontrolliert ablaufen.

Erst danach beginnt der ungewöhnliche Teil des Programms.

Dann kommt der Vorschlaghammer

Für die Zerlegeaktion stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung.

Zu den ausdrücklich genannten gehört der Vorschlaghammer.

Allein damit verändert sich das Erlebnis grundlegend gegenüber einem klassischen Rage Room, in dem häufig kleinere Gegenstände wie Geschirr oder Elektrogeräte zerstört werden.

Eine Autotür gibt nicht nach einem einzigen Schlag auf.

Karosserieblech verformt sich. Scheiben reagieren anders als Metall. Einzelne Bauteile erweisen sich als erstaunlich widerstandsfähig.

Damit wird aus dem vermeintlich simplen Draufschlagen ziemlich schnell eine praktische Lektion darüber, wie stabil ein Auto konstruiert ist.

Wie widerstandsfähig ist eigentlich eine Autokarosserie?

Im Alltag erlebt man Fahrzeuge fast ausschließlich von ihrer fertigen Seite.

Lackierte Bleche, geschlossene Türen, Scheiben und Verkleidungen ergeben eine kompakte Einheit.

Erst wenn ein Fahrzeug beschädigt oder zerlegt wird, zeigt sich, dass dahinter sehr unterschiedliche Materialien und Konstruktionen stecken.

Moderne Fahrzeuge müssen einerseits stabil sein und die Insassen schützen. Andererseits sollen bestimmte Bereiche bei einem Unfall gezielt Energie aufnehmen und sich kontrolliert verformen.

Natürlich ist das Auto Zertrümmern kein technischer Crashtest.

Trotzdem bekommt man unmittelbar mit, wie unterschiedlich einzelne Bereiche eines Fahrzeugs auf mechanische Gewalt reagieren.

Manche Stellen verformen sich vergleichsweise schnell, andere widersetzen sich erstaunlich lange.

Und spätestens dann merkt man, dass Film und Realität zwei verschiedene Dinge sind.

Eine Autoscheibe zerbricht anders als ein Weinglas

Besonders interessant ist Glas.

Bei Fahrzeugen kommen unterschiedliche Arten von Sicherheitsglas zum Einsatz. Windschutzscheiben bestehen üblicherweise aus Verbundsicherheitsglas. Dabei befinden sich Glasschichten mit einer Kunststofffolie dazwischen. Diese Konstruktion soll verhindern, dass die Scheibe bei einer Beschädigung einfach in große gefährliche Scherben auseinanderfällt.

Bei Seiten und Heckscheiben wird häufig Einscheibensicherheitsglas eingesetzt. Dieses besitzt ein anderes Bruchverhalten und zerfällt bei entsprechender Beschädigung typischerweise in viele kleine Fragmente.

Welche Fahrzeugteile beim konkreten Bremer Erlebnis bearbeitet werden dürfen, bestimmt jedoch der Veranstalter vor Ort.

Genau deshalb gilt die Einweisung und nicht das, was man aus einem Actionfilm kennt.

60 Minuten für ein Auto

Für die eigentliche Aktion werden ungefähr 60 Minuten angegeben.

Das klingt zunächst nach wenig.

Mit einem schweren Werkzeug in der Hand relativiert sich diese Einschätzung allerdings schnell.

Ein Vorschlaghammer verlangt Kraft. Wiederholte Schläge ebenso. Und anders als bei einem kleinen Gegenstand steht hier ein komplettes Fahrzeug vor der Gruppe.

Das Erlebnis ist deshalb körperlicher, als die Beschreibung „Auto kaputt machen“ zunächst vermuten lässt.

Man schaut auch nicht zu, wie jemand anderes das Fahrzeug zerlegt.

Die Teilnehmer greifen selbst zum Werkzeug.

Genau das qualifiziert die Aktion für unsere außergewöhnlichen Unternehmungen im Norden.

Kein klassischer Rage Room

Der Begriff Rage Room liegt bei dieser Unternehmung nahe, trifft sie aber nur teilweise.

Das Grundprinzip ist verwandt: Gegenstände dürfen in einem kontrollierten Rahmen absichtlich zerstört werden.

Der Unterschied liegt vor allem in der Dimension.

Statt verschiedener kleiner Gegenstände steht hier ein einziges großes Objekt im Mittelpunkt.

Das Auto ist das Erlebnis.

Damit bekommt die Aktion einen völlig anderen Charakter als ein Raum mit Flaschen, Geschirr oder ausrangierter Unterhaltungselektronik.

Und gerade deshalb haben wir sie für Framania nicht einfach unter „Rage Room“ eingeordnet, sondern als eigenes Erlebnis aufgenommen: ein echtes Auto zertrümmern.

Warum macht man so etwas freiwillig?

Natürlich könnte man jetzt psychologische Erklärungen über Stressabbau konstruieren.

Für diese Unternehmung braucht es das eigentlich nicht.

Der Reiz liegt schon darin, etwas tun zu dürfen, was im normalen Alltag vollkommen verboten wäre.

Seit der Kindheit lernt man, fremdes Eigentum nicht zu beschädigen. Beim eigenen Auto gilt diese Regel erst recht.

Hier wird sie für eine Stunde bewusst aufgehoben.

Man darf ausprobieren, was passiert, wenn ein Vorschlaghammer auf eine Autotür trifft. Man erlebt, wie viel Kraft notwendig ist, um Blech deutlich zu verformen, und bekommt einen Blick auf ein Fahrzeug, den man normalerweise nur auf einem Schrottplatz oder nach einem Unfall hätte.

Es ist weniger eine Therapie als eine ziemlich ungewöhnliche Erfahrung.

Warum das Erlebnis in einer Gruppe funktioniert

Das Auto Zertrümmern wird als Gruppenerlebnis angeboten und taucht deshalb auch im Umfeld von Junggesellenabschieden und anderen privaten Events auf.

Das ergibt bei dieser Aktivität durchaus Sinn.

Ein komplettes Fahrzeug bietet genug Fläche und Material, damit mehrere Menschen nacheinander aktiv werden können.

Außerdem verändert sich das Auto während der Aktion sichtbar.

Am Anfang steht noch ein erkennbares Fahrzeug vor der Gruppe.

Nach und nach entstehen Beulen und beschädigte Fahrzeugteile, und die ursprüngliche Form verändert sich immer stärker.

Dadurch bekommt die Unternehmung einen klaren Anfang und ein ziemlich sichtbares Ende.

Was passiert mit dem Auto danach?

Ein für diese Aktion vorgesehenes Fahrzeug befindet sich bereits am Ende seines normalen Nutzungszyklus.

Damit gehört auch die anschließende fachgerechte Behandlung beziehungsweise Verwertung in professionelle Hände.

Altautos sind schließlich nicht einfach große Stücke Metallschrott.

Fahrzeuge enthalten unterschiedliche Werkstoffe und Komponenten. Metalle können verwertet werden, andere Materialien müssen getrennt behandelt werden. Betriebsstoffe und problematische Fahrzeugbestandteile erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Deshalb gehört ein solches Erlebnis auf ein dafür geeignetes Gelände und nicht auf irgendeinen Hinterhof.

Für Teilnehmer endet die Aktion nach dem Zertrümmern.

Die weitere Behandlung des Fahrzeugs übernimmt der Betreiber beziehungsweise der zuständige Betrieb.

Für wen eignet sich Auto Zertrümmern?

Vor allem für Erwachsene, die eine Unternehmung suchen, die möglichst weit von einem normalen Freizeitprogramm entfernt ist.

Wer bereits Escape Rooms, Bowling, Kartfahren und klassische Gruppenaktivitäten kennt und diesmal etwas völlig anderes ausprobieren möchte, findet hier tatsächlich eine ungewöhnliche Alternative.

Körperliche Belastbarkeit ist von Vorteil. Ein Vorschlaghammer ist kein leichtes Sportgerät, und eine Stunde aktive Zerlegearbeit kann anstrengend werden.

Die Teilnahme wird ab 18 Jahren angeboten.

Wer empfindlich auf laute Geräusche, Splitter oder die körperliche Wucht solcher Arbeiten reagiert, sollte dagegen eher eine andere Unternehmung wählen.

Was sollte man anziehen?

Für eine Aktion auf einem Schrottplatz beziehungsweise Zerlegegelände ist praktische Kleidung sinnvoll.

Empfindliche Lieblingskleidung wäre hier offensichtlich fehl am Platz.

Festes Schuhwerk ist ebenfalls vernünftig.

Die notwendige Schutzausrüstung wie Schutzbrille und Handschuhe wird nach den veröffentlichten Angebotsinformationen gestellt.

Welche weitere Kleidung oder Ausstattung beim konkreten Termin vorgeschrieben ist, sollte vor der Buchung direkt mit dem Veranstalter geklärt werden.

Die Sicherheitsanweisungen vor Ort haben grundsätzlich Vorrang.

Preis und Buchung

Das Auto Zertrümmern wird in Bremen als organisiertes Gruppenerlebnis angeboten.

Die öffentlich angebotenen Pakete unterscheiden sich je nach Veranstalter, Gruppengröße und Buchungsmodell. Deshalb geben wir an dieser Stelle bewusst keinen vermeintlich einheitlichen Festpreis an, den es für alle Varianten nicht gibt.

Wer das Erlebnis buchen möchte, sollte sich den Gesamtpreis für die eigene Gruppengröße bestätigen lassen und gleichzeitig klären, welches Fahrzeug, welche Werkzeuge und welche Leistungen im jeweiligen Paket enthalten sind.

Für die eigentliche Zerlegeaktion werden derzeit ungefähr 60 Minuten angegeben.

Eine vorherige Buchung ist erforderlich.

Wichtig vor der Buchung

Bei dieser Unternehmung würden wir tatsächlich etwas genauer hinschauen als bei einem gewöhnlichen Workshop.

Vor der Buchung sollte bestätigt werden, dass am gewünschten Termin wirklich ein komplettes ausrangiertes Fahrzeug zur Verfügung steht und nicht lediglich einzelne Fahrzeugteile bearbeitet werden.

Ebenso sinnvoll ist die Nachfrage nach der maximalen Gruppengröße, den bereitgestellten Werkzeugen, der vollständigen Schutzausrüstung und den aktuellen Sicherheitsbestimmungen.

Damit ist vor der Anreise klar, welche Form des Auto Zertrümmerns tatsächlich gebucht wurde.

Framania Fazit

Vielleicht liegt der Reiz dieses Erlebnisses gerade darin, wie absurd sich der erste Schlag anfühlen dürfte.

Vor einem steht ein Auto.

Daneben ein Vorschlaghammer.

Und diesmal sagt niemand: Pass bloß auf den Lack auf.

Stattdessen ist genau das Gegenteil vorgesehen.

Dann trifft Metall auf Metall. Das Blech gibt nach, die erste deutliche Beule entsteht und aus einem Gegenstand, den man normalerweise schützt, wird plötzlich Material, das zerlegt werden darf.

Mit jedem weiteren Schlag verändert sich das Fahrzeug.

Dabei entdeckt man nebenbei etwas, womit man wahrscheinlich nicht gerechnet hat: Ein Auto kaputt zu machen ist wesentlich anstrengender, als es in Filmen aussieht.

Für unsere außergewöhnlichen Unternehmungen im Norden ist das genau die Art Erlebnis, die in der Sammlung nicht fehlen sollte. Kein weiterer Kreativkurs und keine leicht veränderte Variante einer Aktivität, die wir schon haben.

Sondern eine Stunde, in der etwas erlaubt ist, das ansonsten einen Anruf bei Polizei und Versicherung nach sich ziehen würde.

Hier gehört der Vorschlaghammer ausnahmsweise zum Programm.

Adresse & Informationen

Auto zertrümmern – Bremen
Veranstaltungsort: Schrottplatz in Bremen
Die genaue Adresse wird bei der Buchung mitgeteilt.
Telefon: 069 90720150
E-Mail: info@lingoevents.de

Erlebnis: ein ausrangiertes Auto selbst mit Werkzeugen zertrümmern
Ort: Bremen, auf einem für die Aktion vorgesehenen Gelände beziehungsweise Schrottplatz
Dauer der Aktion: etwa 60 Minuten
Teilnahme: ab 18 Jahren
Werkzeuge: unter anderem Vorschlaghammer; weitere Werkzeuge abhängig vom gebuchten Angebot
Schutzausrüstung: unter anderem Schutzbrille und Handschuhe
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Kleidung: robuste Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen
Preis: abhängig von Anbieter, Paket und Gruppengröße
Buchung: nur nach vorheriger Reservierung
Wichtig: Fahrzeug, genaue Leistungen, Treffpunkt, Sicherheitsbestimmungen und aktueller Gesamtpreis vor dem Termin beim Veranstalter bestätigen lassen
Besonderheit: Hier werden nicht nur kleine Gegenstände in einem Rage Room zerstört. Im Mittelpunkt steht ein echtes ausrangiertes Auto, das die Teilnehmer selbst bearbeiten dürfen.