DJ Workshop in Hamburg

Selbst an den Decks stehen und die ersten Tracks mixen

Von der Tanzfläche aus sieht es manchmal erstaunlich einfach aus. Kopfhörer auf, einen Regler bewegen, nächsten Song starten und weiter geht es. Sobald man selbst vor einem DJ Setup steht, wird allerdings schnell klar, dass zwischen zwei Tracks wesentlich mehr passieren muss, wenn der Übergang nicht wie ein abrupter Senderwechsel klingen soll.

Bei Mixit in Hamburg kann man genau das ausprobieren. Der DJ Workshop richtet sich ausdrücklich auch an Anfänger und findet als Einzelunterricht statt. Statt sich ein Mischpult mit einer großen Gruppe zu teilen, arbeitet man direkt mit dem Equipment und lernt Schritt für Schritt, wie aus einzelnen Musikstücken ein zusammenhängender Mix entsteht.

Dabei geht es um Rhythmus und Takt, um Beatmatching und die Bedienung der Technik, aber vor allem um eine Fähigkeit, die sich nur schwer über eine Bedienungsanleitung lernen lässt: zwei Songs im richtigen Moment so zusammenzubringen, dass der Wechsel musikalisch funktioniert.

Was macht ein DJ eigentlich?

Ein DJ spielt Musik ab.

Diese Antwort ist nicht falsch, beschreibt aber nur einen kleinen Teil der Arbeit.

Wer zwei fertige Songs miteinander verbinden möchte, muss zunächst verstehen, wie sie aufgebaut sind. Geschwindigkeit, Rhythmus, Taktstruktur, musikalische Phrasen und Energie eines Stücks beeinflussen, ob zwei Tracks überhaupt sinnvoll ineinander übergehen.

Dazu kommt die Technik.

Ein moderner DJ muss wissen, welcher Track gerade für das Publikum läuft und gleichzeitig den nächsten vorbereiten. Dafür wird über Kopfhörer vorgehört, ein geeigneter Einstiegspunkt gesucht und entschieden, wann der kommende Song in den laufenden Mix eingebaut wird.

Während das Publikum noch Track A hört, arbeitet der DJ also längst an Track B.

Warum der Takt so wichtig ist

Die meisten tanzbaren Musikstücke besitzen eine klare rhythmische Struktur.

Gerade elektronische Musik basiert häufig auf einem gut erkennbaren Grundpuls. Dieser Puls lässt sich als Geschwindigkeit in Beats per Minute, kurz BPM, beschreiben.

Laufen zwei Tracks mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gleichzeitig, driften ihre Schläge auseinander. Ein sauberer Übergang wird dadurch schwierig.

Deshalb gehört das Angleichen der Tempi zu den Grundlagen des DJings.

Aber dieselbe Geschwindigkeit allein reicht nicht.

Die Schläge müssen auch zeitlich zueinander passen.

Genau hier beginnt das Beatmatching.

Beatmatching: zwei Rhythmen werden zu einem

Beim Beatmatching werden zwei Tracks so aufeinander abgestimmt, dass ihre Beats möglichst synchron laufen.

Früher geschah das ausschließlich nach Gehör. DJs hörten den nächsten Track über Kopfhörer vor und veränderten dessen Geschwindigkeit so lange, bis die Rhythmen zusammenpassten.

Moderne DJ Software kann dabei helfen und Tempo beziehungsweise Beatstrukturen analysieren.

Trotzdem bleibt es sinnvoll zu verstehen, was musikalisch passiert.

Denn eine technische Synchronisation macht noch keinen guten Übergang.

Zwei Tracks können exakt im selben Tempo laufen und trotzdem an einer völlig unpassenden Stelle miteinander kombiniert werden.

Der richtige Moment entscheidet

Musik besteht nicht aus einer endlosen Reihe identischer Takte.

Tracks entwickeln sich.

Ein Intro beginnt, Instrumente kommen hinzu, Spannung baut sich auf, ein Break unterbricht den Rhythmus und irgendwann setzt möglicherweise ein Drop ein.

Ein DJ muss solche Strukturen erkennen.

Wer den nächsten Track an einer musikalisch sinnvollen Stelle startet, kann den Übergang fast selbstverständlich wirken lassen. Beginnt er dagegen mitten in einer Phrase, kann selbst ein technisch perfektes Beatmatching unruhig klingen.

Deshalb gehört zum Auflegen auch das Zuhören.

Nicht nur: Wie schnell ist dieser Track?

Sondern: Was passiert gerade in diesem Track und was wird als Nächstes passieren?

Vorhören, während alle anderen noch den ersten Song hören

Der Kopfhörer ist deshalb eines der wichtigsten Werkzeuge am DJ Pult.

Über ihn kann der nächste Track vorbereitet werden, ohne dass das Publikum ihn bereits hört.

Der DJ sucht den richtigen Einstiegspunkt, kontrolliert Geschwindigkeit und Rhythmus und entscheidet, wann der neue Song zugemischt wird.

Dieses Vorbereiten wird häufig mit dem Begriff Cueing verbunden.

Erst wenn alles passt, wird der zweite Track für die Zuhörer hörbar.

Für Anfänger ist genau diese Trennung zunächst ungewohnt. Auf einem Ohr läuft möglicherweise der nächste Track im Kopfhörer, während gleichzeitig die Musik aus den Lautsprechern zu hören ist.

Das Gehirn muss lernen, beide Informationen auseinanderzuhalten.

Dann kommt der Mixer ins Spiel

Zwischen den Musikquellen sitzt das Mischpult.

Hier wird gesteuert, welcher Track zu hören ist und wie stark einzelne Frequenzbereiche in den Mix gelangen.

Mit Lautstärkereglern und Fadern lassen sich die Kanäle kontrollieren. Der Equalizer, meist kurz EQ genannt, ermöglicht es, beispielsweise Bässe, Mitten und Höhen zu beeinflussen.

Das ist für Übergänge besonders wichtig.

Wenn zwei basslastige Tracks gleichzeitig vollständig übereinanderliegen, kann der Mix schnell überladen wirken. Deshalb werden Frequenzen während eines Übergangs gezielt reduziert oder ausgetauscht.

Ein guter Übergang besteht damit nicht einfach darin, einen Song leiser und den anderen lauter zu drehen.

Die beiden Stücke müssen für einige Sekunden oder Minuten miteinander funktionieren.

Warum ein Übergang möglichst nicht auffallen soll

Ein besonders sauberer Mix kann paradoxerweise gerade deshalb gut sein, weil kaum jemand bewusst bemerkt, was passiert ist.

Der erste Track läuft.

Ein zweiter kommt langsam hinzu.

Elemente verändern sich, der Bass wechselt und irgendwann stellt man fest, dass längst ein anderes Stück läuft.

Natürlich gibt es auch bewusst harte Cuts und auffällige Wechsel. Welche Technik sinnvoll ist, hängt stark vom Musikstil ab.

Beim House oder Techno können lange Übergänge funktionieren, während andere Genres mit kürzeren Wechseln arbeiten.

Im Workshop lässt sich ausprobieren, wie sich solche Übergänge anfühlen und welche Variante zur ausgewählten Musik passt.

House, Techno, Electro oder Hip Hop

Bei Mixit kann mit unterschiedlichen Musikrichtungen gearbeitet werden.

Dazu gehören unter anderem House, Techno, Electro und Hip Hop.

Das ist relevant, weil DJing nicht in jedem Genre gleich funktioniert.

Musikalische Struktur, Geschwindigkeit und typische Übergänge unterscheiden sich.

Wer bereits weiß, welche Musik er selbst gerne auflegen möchte, kann den Workshop entsprechend ausrichten.

Wer noch keine klare Vorstellung hat, bekommt zunächst einen Einblick in die grundlegenden Techniken, die sich anschließend weiterentwickeln lassen.

Einzelunterricht statt Warten in der Gruppe

Für einen Schnupperworkshop ist das ein wesentlicher Vorteil.

Der Kurs findet im Einzelunterricht statt.

Man steht also nicht mit zehn anderen Teilnehmern um ein DJ Pult herum und wartet darauf, endlich wieder einen Regler anfassen zu dürfen.

Die Zeit gehört tatsächlich dem eigenen Lernen.

Fragen können unmittelbar geklärt werden, und der Unterricht kann sich stärker danach richten, wie schnell jemand die einzelnen Schritte versteht.

Gerade beim Beatmatching ist das hilfreich. Rhythmusgefühl entwickelt sich unterschiedlich schnell, und manche Abläufe müssen mehrfach ausprobiert werden, bevor sie selbstverständlich werden.

Braucht man musikalische Vorkenntnisse?

Nein.

Man muss weder ein Instrument spielen noch Noten lesen können.

Ein grundlegendes Rhythmusgefühl hilft natürlich, lässt sich aber gerade beim Arbeiten mit Musik weiter schulen.

Auch technisches Vorwissen ist für den Einstieg nicht erforderlich.

Der Workshop richtet sich ausdrücklich an Anfänger.

Wer anschließend ernsthafter auflegen möchte, hat nach einem solchen Einstieg zumindest eine Vorstellung davon, welche Fähigkeiten weiter trainiert werden müssen.

Vom Plattenspieler zum digitalen DJ Setup

DJing hat sich technisch stark verändert.

Über Jahrzehnte waren zwei Plattenspieler und ein Mixer das klassische Setup. DJs suchten ihre Musik auf Vinyl aus, markierten bestimmte Stellen und glichen Geschwindigkeiten mechanisch an.

Später kamen CDs und spezielle CD Player hinzu.

Heute arbeiten viele DJs mit digitalen Playern, Controllern und Software. Musikbibliotheken lassen sich analysieren, Cue Punkte speichern und BPM Werte automatisch bestimmen.

Das hat den Zugang erleichtert.

Die grundlegende Aufgabe ist jedoch geblieben.

Ein DJ muss entscheiden, welche Musik als Nächstes kommt und wie sie mit dem laufenden Track verbunden wird.

Die Technik kann dabei helfen.

Musikalische Entscheidungen nimmt sie einem nicht vollständig ab.

Warum die Songauswahl mindestens so wichtig ist wie die Technik

Man kann perfekte Übergänge beherrschen und trotzdem ein langweiliges Set spielen.

Denn DJing besteht nicht ausschließlich aus technischen Fähigkeiten.

Die Auswahl der Musik ist mindestens ebenso entscheidend.

Welche Stimmung herrscht gerade? Welche Energie hat der aktuelle Track? Soll das nächste Stück diese Energie steigern, halten oder bewusst reduzieren?

In einem Club kommt noch das Publikum hinzu.

Ein DJ beobachtet, wie Menschen auf Musik reagieren, und entscheidet teilweise spontan, wie es weitergeht.

Ein vorbereiteter Ablauf kann deshalb hilfreich sein, darf aber nicht zwangsläufig zum starren Programm werden.

Genau an diesem Punkt wird aus dem bloßen Abspielen von Musik eine Form musikalischer Gestaltung.

Was lernt man im DJ Workshop?

Der Crashkurs vermittelt die grundlegenden Bausteine des Auflegens.

Dazu gehören die Bedienung des DJ Equipments, Rhythmus und Taktstruktur, das Vorbereiten und Vorhören von Tracks sowie Beatmatching und erste Übergänge.

Je nach musikalischem Schwerpunkt kann mit unterschiedlichen Genres gearbeitet werden.

Der Kurs ist als Einstieg gedacht.

Nach wenigen Stunden wird niemand automatisch zum professionellen Club DJ. Man versteht danach aber wesentlich besser, was hinter einem DJ Set passiert und kann die ersten Übergänge selbst mixen.

Für wen ist der Workshop geeignet?

Für Menschen, die elektronische Musik oder Hip Hop lieben und schon immer wissen wollten, was hinter dem DJ Pult tatsächlich passiert.

Ebenso eignet sich der Kurs für alle, die überlegen, selbst mit dem Auflegen anzufangen, aber nicht sofort eigenes Equipment kaufen möchten.

Gerade dafür ist Einzelunterricht sinnvoll.

Man kann erst ausprobieren, ob einem die Kombination aus Musik, Technik und Rhythmus überhaupt liegt.

Auch als außergewöhnliche Unternehmung funktioniert der Workshop gut, weil keine langfristige Verpflichtung dahintersteht.

Man darf einfach einmal DJ sein.

Preis

€€€

Der aktuell angebotene DJ Crashkurs kostet 199 Euro.

Dafür findet der Workshop als Einzelunterricht statt.

Der Preis liegt damit deutlich über einem Gruppenschnupperkurs, dafür verbringt man die Unterrichtszeit tatsächlich selbst am Equipment und teilt sie nicht mit mehreren Teilnehmern.

Vor der Buchung sollten der aktuelle Preis und die jeweils verfügbaren Termine noch einmal überprüft werden.

Termine und Buchung

Der DJ Workshop wird in Hamburg nach vorheriger Buchung angeboten.

Da es sich um Einzelunterricht handelt, werden Termine individuell beziehungsweise aus den verfügbaren Zeiten vereinbart.

Wer einen bestimmten Musikstil ausprobieren möchte, kann das bereits bei der Buchung beziehungsweise vor Beginn des Workshops ansprechen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Was bleibt nach dem Workshop?

Vielleicht vor allem ein anderes Ohr.

Wer einmal versucht hat, zwei Tracks selbst aufeinander abzustimmen, hört Übergänge anschließend bewusster.

Plötzlich fällt auf, wann der Bass des nächsten Stücks einsetzt, wie lange zwei Tracks parallel laufen oder an welcher Stelle ein DJ bewusst einen harten Wechsel setzt.

Musik, die vorher einfach durchlief, bekommt eine zusätzliche technische Ebene.

Und möglicherweise bleibt es nicht beim Workshop.

Wer Gefallen daran findet, kann anschließend mit eigenem Equipment weiterüben oder weitere Kurse besuchen.

Framania Fazit

Der interessanteste Moment kommt möglicherweise gar nicht dann, wenn der erste Übergang gelingt.

Sondern ein paar Minuten vorher.

Zwei Tracks laufen gleichzeitig. Im Kopfhörer hört man den einen, aus den Lautsprechern den anderen. Die Beats liegen noch nicht richtig übereinander, irgendwo stimmt der Einsatz nicht und plötzlich wirkt eine Tätigkeit, die von der Tanzfläche aus so selbstverständlich aussieht, erstaunlich kompliziert.

Dann beginnt man zu hören.

Nicht mehr nur den Song, sondern Takte, Beats, Phrasen und Übergänge.

Man korrigiert das Tempo, setzt den nächsten Track neu an und versucht es noch einmal.

Irgendwann laufen beide Rhythmen zusammen.

Der zweite Track kommt in den Mix, der erste verschwindet und zum ersten Mal hat man einen Übergang selbst gebaut.

Genau deshalb gehört der DJ Workshop in unsere Sammlung.

Man spielt nicht einfach für ein paar Minuten mit einem Mischpult.

Man erlebt, wie aus zwei fertigen Songs etwas Drittes entsteht: ein Mix, für den diesmal niemand hinter dem DJ Pult verantwortlich ist außer einem selbst.

Adresse & Informationen

Mixit DJ Schule
20535 Hamburg
Telefon: 0171 3660026
E-Mail: mixitdjschule@gmail.com
Der genaue Veranstaltungsort wird bei der Terminvereinbarung mitgeteilt.

Erlebnis: selbst DJ sein und eigene Übergänge mixen
Kurs: DJ Workshop beziehungsweise DJ Crashkurs
Unterricht: Einzelunterricht
Geeignet für: Anfänger ohne DJ Erfahrung
Musikrichtungen: unter anderem House, Techno, Electro und Hip Hop
Inhalte: Equipment, Rhythmus, Takt, Cueing, Beatmatching und Übergänge
Preis: aktuell 199 Euro für den Crashkurs
Vorkenntnisse: nicht erforderlich
Buchung: vorherige Terminvereinbarung erforderlich
Besonderheit: keine große Workshopgruppe, sondern direkte Arbeit am DJ Setup im Einzelunterricht