ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
ERNST Restaurant Kaufhaus Stackmann Buxtehude
Stackmann Bustehude
Stackmann in Buxtehude: Einkaufen, genießen und einfach länger bleiben
Eigentlich wollten wir uns bei Stackmann nur umsehen. Am Ende waren wir wesentlich länger im Haus als geplant.
Und genau das scheint hier gewollt zu sein.
Stackmann ist kein Einkaufszentrum und auch keine Filiale einer großen Kaufhauskette. Das Haus gehört seit mehr als 100 Jahren zur Familie Stackmann und ist fest mit Buxtehude verbunden. Heute treffen auf mehr als 15.000 Quadratmetern Mode, Accessoires, Wohnen, Bücher, Spielwaren und Genuss auf Gastronomie, Veranstaltungen und überraschend viele kleine Ideen, die aus einem Einkauf einen ganzen Nachmittag machen können.
Bei unserem Besuch fiel uns vor allem eines auf: Trotz seiner Größe wirkt das Haus erstaunlich persönlich.
Ein Familienunternehmen seit 1919
Die Geschichte beginnt 1919 mit Ernst und Else Stackmann. In der Langen Straße eröffneten sie ein Manufaktur- und Modewarengeschäft. Ernst Stackmann führte das Unternehmen, seine Frau Else verantwortete den kreativen Bereich und den Einkauf.
Aus dem Geschäft wurde über die Jahrzehnte ein großes Mode- und Lifestylehaus – die Familie blieb.
Auf Ernst Stackmann folgte Sohn Carl-Ernst, später Dieter Stackmann. Heute gehört mit Fabian Stackmann der Urenkel des Gründers und damit die vierte Generation zur Geschäftsführung.
Diese Geschichte merkt man dem Haus nicht dadurch an, dass es nostalgisch wirkt. Im Gegenteil: Stackmann ist ausgesprochen modern gestaltet.
Gerade diese Mischung fanden wir interessant.
Mode auf hohem Niveau – aber nicht nur Mode
Natürlich spielt Mode eine große Rolle.
Damen, Herren und Kinder finden eigene Bereiche, dazu kommen Wäsche, Sport, Lederwaren, Accessoires und unterschiedliche Markenwelten. Hinzu kommen unter anderem Spielwaren, Bücher und Papierwaren sowie Bereiche rund ums Wohnen und Genießen.
Uns gefiel die Präsentation besonders gut. Das Haus wirkt hochwertig, ohne steif zu sein. Holz und warme Materialien tauchen immer wieder auf, Marken bekommen eigene Flächen und die einzelnen Bereiche unterscheiden sich sichtbar voneinander.
Man hat nicht das Gefühl, durch endlose Reihen austauschbarer Ware zu laufen.
Und wer Beratung möchte, bekommt sie.
Gerade das ist für uns heute ein Argument für den stationären Handel: Stoffe anfassen, Kleidung anprobieren, Verarbeitung ansehen und jemanden fragen können, wenn man unsicher ist.
Ein Haus, das Familien mitdenkt
Besonders sympathisch fanden wir den Bereich rund um die Gastronomie.
Dort gibt es eine kleine Krabbel- und Spielecke für die jüngsten Besucher. Das ist ausdrücklich keine Kinderbetreuung. Die Eltern bleiben natürlich verantwortlich.
Aber während die Erwachsenen essen oder etwas trinken, können kleine Kinder in unmittelbarer Nähe spielen. Man sitzt zusammen und hat den Nachwuchs trotzdem im Blick.
Das klingt zunächst nach einem Detail. Für Eltern mit kleinen Kindern kann genau so etwas aber darüber entscheiden, ob eine Pause entspannt wird oder nicht.
Dazu kommt eine große Spielwarenabteilung, in der vermutlich eher die Kinder bestimmen, wie schnell es anschließend weitergeht.
Vom Shopping direkt an den Tisch
Auch die Gastronomie würden wir nicht als gewöhnliche Kaufhauskantine beschreiben.
Das ERNST restaurant, das Café, der Genussmarkt und die eigene Kaffeerösterei sind sichtbar als eigener Teil des Einkaufserlebnisses gedacht.
Uns gefiel besonders die Gestaltung des Restaurants: viel Holz, warme Materialien und einzelne natürliche Elemente schaffen eine gemütliche Atmosphäre, obwohl alles sehr modern wirkt.
Und dann kam bei unserem Besuch plötzlich noch jemand vorbei, mit dem wir in einem Kaufhaus nicht unbedingt gerechnet hatten:
ein Serviceroboter.
Er unterstützt das Team bei bestimmten Abläufen in der Gastronomie. Interessant fanden wir dabei weniger den Roboter selbst als den Gedanken dahinter. Technik soll Arbeit abnehmen, während die Mitarbeiter weiterhin Zeit für die Gäste haben – für Fragen, Wünsche oder eben auch einmal einen kleinen Schnack.
Das passt erstaunlich gut zu unserem Gesamteindruck von Stackmann: modernisieren, ohne den persönlichen Kontakt wegzurationalisieren.
Mehr erleben als einkaufen
Stackmann veranstaltet regelmäßig Aktionen und Events, die mit einem klassischen Einkauf zunächst gar nicht viel zu tun haben müssen.
Shopping Nights, besondere Themenabende, Modeaktionen und Lesungen gehören ebenso dazu wie weitere Veranstaltungen und gemeinsame Unternehmungen.
Dadurch bekommt das Haus einen anderen Charakter.
Man kann gezielt kommen, weil man etwas braucht. Man kann aber genauso schauen, was gerade stattfindet, durch die Abteilungen stöbern, anschließend essen gehen und wesentlich länger bleiben als ursprünglich geplant.
Für uns ist Stackmann deshalb tatsächlich ein Erlebniskaufhaus.
Mehr als 100 Jahre alt – und trotzdem nicht von gestern
Genau dieser Gegensatz ist wahrscheinlich das Spannendste an dem Buxtehuder Familienunternehmen.
1919 gegründet. Heute in vierter Generation.
Und dazwischen mehr als ein Jahrhundert, in dem sich der Einzelhandel mehrfach grundlegend verändert hat.
Stackmann versucht nicht, das Kaufhaus von früher zu konservieren. Das Unternehmen verbindet seine Geschichte mit moderner Gestaltung, Markenwelten, Gastronomie, Veranstaltungen, digitalen Angeboten und neuen technischen Lösungen.
Trotzdem bleibt der persönliche Kontakt ein sichtbarer Teil des Konzepts.
Bei unserem Besuch hatten wir jedenfalls nicht das Gefühl, einfach eine weitere anonyme Kundennummer zu sein.
Unser Schietwetter-Tipp für Buxtehude
Wenn es draußen regnet und man ohnehin in Buxtehude unterwegs ist, würden wir Stackmann tatsächlich als eigenes Ziel einplanen.
Gerade Familien können hier verschiedene Interessen unter einen Hut bekommen: Mode anschauen, in der Spielwaren- oder Buchabteilung stöbern, etwas essen, mit den Kleinsten eine Pause an der Krabbelecke machen und anschließend weiter durch die Altstadt ziehen.
Wer Veranstaltungen mag, sollte vorher außerdem einen Blick ins aktuelle Programm werfen.
Man muss also nicht mit einer Einkaufsliste kommen.
Unser Framania-Fazit
Was Stackmann für uns besonders macht, lässt sich nicht an einer einzelnen Abteilung festmachen.
Es ist diese ungewöhnliche Verbindung aus Familiengeschichte und einem sehr modernen Verständnis von Einkaufen.
Gute Mode und Marken gehören dazu. Aber eben auch Beratung, Essen, Bücher, Spielzeug, Veranstaltungen, eine Ecke für die Kleinsten und sogar ein Serviceroboter.
Vor allem aber sind da Menschen.
Wir haben Stackmann als ein Haus erlebt, in dem persönlicher Kontakt ausdrücklich noch gewollt ist. Das unterscheidet einen solchen Einkauf erheblich vom nächsten Klick im Onlineshop.
Wer Buxtehude besucht und gerne einkauft, sollte deshalb ruhig etwas mehr Zeit dafür einplanen.
Nicht unbedingt, weil man besonders viel kaufen muss.
Sondern weil man hier ziemlich gut versteht, warum ein Kaufhaus auch nach mehr als 100 Jahren noch einen Platz in einer Innenstadt haben kann.
Stackmann
Lange Straße 39–45
21614 Buxtehude