Richtig saunieren – warum Hitze, Ruhe und Abkühlung Körper und Geist guttun können
Saunieren gehört für viele Menschen zu den beliebtesten Wellnessritualen. Der Wechsel zwischen intensiver Wärme, frischer Abkühlung und ruhigen Erholungsphasen kann Körper und Geist entspannen. Viele Menschen verbinden mit einem Saunagang nicht nur Wärme, sondern auch Regeneration, Stressabbau und ein Gefühl von innerer Ruhe.
Doch wie funktioniert richtiges Saunieren eigentlich – und warum empfinden so viele Menschen die Sauna als wohltuend?
Was beim Saunieren im Körper passiert
Beim Saunieren wird der Körper intensiver Hitze ausgesetzt. Die Temperatur in einer klassischen Sauna liegt meist zwischen 80 und 100 Grad Celsius. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße, die Durchblutung steigt und der Körper beginnt zu schwitzen.
Schwitzen ist ein natürlicher Kühlmechanismus des Körpers. Gleichzeitig werden Stoffwechselprozesse aktiviert und der Kreislauf reagiert auf den Wechsel von Wärme und Abkühlung.
Viele Menschen empfinden diesen Wechsel aus Hitze und Ruhe als besonders entspannend.
Warum Saunieren entspannend wirken kann
Saunieren wird häufig mit Entspannung und Stressabbau verbunden. Der Grund dafür liegt auch im Nervensystem. Während der Ruhephasen aktiviert sich der sogenannte parasympathische Teil des Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. Viele Menschen berichten deshalb nach einem Saunagang von:
tieferer Entspannung
besserem Schlaf
gelöster Muskulatur
mentaler Ruhe
Der Wechsel aus Hitze, Abkühlung und Ruhe wirkt dabei wie ein kleines Ritual für den Körper.
Wie lange sollte man in der Sauna bleiben?
Ein Saunagang dauert in der Regel 8 bis 15 Minuten. Wichtig ist dabei nicht, möglichst lange in der Sauna zu bleiben, sondern auf die eigenen Körperreaktionen zu achten. Wer sich unwohl fühlt, sollte die Sauna früher verlassen. Signale wie Schwindel, Druckgefühl oder Unruhe sind Hinweise darauf, dass der Körper eine Pause braucht. Viele Saunagänger machen zwei bis drei Saunagänge, jeweils mit ausreichend Ruhephasen dazwischen.
Die richtige Reihenfolge beim Saunieren
Ein klassischer Saunagang folgt meist einem bestimmten Ablauf:
Warm duschen und abtrocknen
Saunagang (8–15 Minuten)
Abkühlen an der frischen Luft oder mit kaltem Wasser
Ruhephase
Die Ruhephase ist ein wichtiger Teil des Rituals. Erst in dieser Zeit kann sich der Körper vollständig regenerieren.
Warum Abkühlung so wichtig ist
Nach der Hitze braucht der Körper einen Temperaturausgleich. Frische Luft oder kaltes Wasser sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen und der Kreislauf stabilisiert. Viele Saunagänger beginnen die Abkühlung an den Füßen und arbeiten sich langsam nach oben vor. Das kann helfen, den Kreislauf sanft zu stabilisieren.
Sauna und Haut
Durch die intensive Durchblutung wird auch die Haut stärker versorgt. Viele Menschen empfinden ihre Haut nach einem Saunagang als besonders weich und frisch. Da sich die Poren öffnen und die Haut stärker durchblutet wird, ist sie nach der Sauna oft besonders aufnahmefähig für Pflegeprodukte. Mehr zur Hautpflege und zur natürlichen Schutzfunktion der Haut lesen Sie auch im Artikel „Hautbarriere stärken – warum unsere Hautschutzschicht so wichtig ist“.
Wann man auf Saunieren verzichten sollte
Obwohl Saunieren für viele Menschen angenehm ist, gibt es Situationen, in denen Vorsicht geboten ist. Bei folgenden gesundheitlichen Beschwerden sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden:
schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
akute Infekte
Fieber
bestimmte chronische Erkrankungen
Saunieren soll entspannen – nicht den Körper überfordern.
Warum Saunieren für viele Menschen ein Ritual geworden ist
Für viele Menschen ist die Sauna mehr als nur Wärme. Sie ist ein bewusstes Ritual, das Ruhe, Zeit und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper schafft. Gerade in einem hektischen Alltag kann ein Saunagang eine kleine Pause sein – ein Moment, in dem man abschaltet, durchatmet und neue Energie sammelt.