Ofenapfel mit Krümeln Süßes aus dem Norden

Die Geschichte

Äpfel gehörten hier schon immer zum Alltag. Im Norden, besonders rund um die Elbmarsch und das Alte Land, prägten Apfelhöfe und Plantagen die Landschaft. Viele Familien hatten eigene Bäume, manche lebten ganz vom Apfelanbau. Was geerntet wurde, musste genutzt werden – frisch, eingekocht oder gebacken.

Der Ofenapfel war deshalb kein besonderer Nachtisch, sondern eine einfache Art, Äpfel haltbar und genießbar zu machen, auch im Winter. Gefüllt wurde, was da war: alte Brotkrumen, Zwieback oder Haferflocken, etwas Butter, ein Hauch Zimt. Kein Luxus, aber warm, süß und vertraut.

So wurde aus dem, was die Region hergab, ein stilles Gericht. Eines, das satt machte und zeigte, wie eng Küche und Landschaft früher zusammengehörten.

Zutaten (für 4 Personen) 

 4 große säuerliche Äpfel (z. B. Boskop), 80 g alte Brotkrumen oder fein zerbröselter Zwieback, 40 g Butter, 2 Esslöffel Zucker oder alternativ 1½ Esslöffel Xylit, ½ Teelöffel Zimt, optional 1 Esslöffel gehackte Nüsse oder Rosinen.

Zubereitung: Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, die Äpfel waschen und das Kerngehäuse vorsichtig ausstechen, dabei den Boden nicht durchstoßen, Brotkrumen mit Zucker oder Xylit, Zimt und optional Nüssen oder Rosinen vermengen, die Butter in kleinen Flöckchen unterrühren, die Äpfel mit der Mischung füllen, in eine Auflaufform setzen und mit etwas Butter bestreichen, anschließend etwa 25 bis 30 Minuten im Ofen backen, bis die Äpfel weich sind und die Krümel goldbraun werden, heiß servieren, optional mit etwas warmer Milch oder Vanillesoße.

Kalorien pro Portion ca. 260–290 kcal, mit Xylit ca. 220–240 kcal. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten. Schwierigkeitsgrad leicht.